Kandidatin Keller-Sutter

16. September 2010 09:16; Akt: 20.09.2010 15:30 Print

«Ich bin nicht Monika Kissling»«Ich bin nicht Monika Kissling»

von R. Nicolussi und M. Gilliand - Sie schaut gerne «Tatort», war schon oft im Gefängnis und findet, der Bundesrat habe sich in der UBS-Affäre richtig verhalten. Karin Keller-Sutter stellt sich dem Stresstest.

Der TV-Player benötigt einen aktuellen Adobe Flash Player: Flash herunterladen
(Kamera: Mathieu Gilliand, Schnitt: Debby Galka) Im Grossformat auf dem Videoportal Videoportal
  • Artikel per Mail weiterempfehlen
Zum Thema
Fehler gesehen?
Fehler beheben!
Senden

Fünf Minuten, keine Pause. Die St. Galler FDP-Regierungsrätin Karin Keller-Sutter (46) nimmt im rastlosen Videointerview von 20 Minuten Online Stellung zu privaten und aktuellen politischen Themen. Das dringendste Problem, das der Bundesrat angehen sollte, ist für sie die Stärkung des Standorts Schweiz. Den bilateralen Weg könne die Schweiz derweil noch ein Stück weitergehen.

Klare Positionen vertritt die diplomierte Konferenzdolmetscherin und Lehrerin bei formalen Regierungsfragen. Sieben Bundesräte sind für sie genug und eine Volkswahl der Landesregierung schliesst sie aus. Dafür könnte die Amtsdauer der Bundespräsidentin oder des Bundespräsidenten durchaus länger als ein Jahr dauern. Zu den geforderten Fähigkeiten sagt Keller-Sutter: «Ein Bundesrat muss führen, entscheiden und Prioritäten setzen können.» Zudem dürfe ein Mitglied der Landesregierung nicht sich selbst im Zentrum sehen, sondern das Land.

In den Bundesrat will die Regierungsrätin, weil sie dort gerne ihre Exekutiv-Erfahrung einbringen möchte: «Ich spüre, dass ich die Kraft dazu und Freude an der Politik habe. Deshalb würde ich mich gerne diesem Amt verschreiben.» Eine Prognose, wer am 22. September gewählt wird, möchte die St. Gallerin jedoch nicht machen. «Ich bin nicht Monika Kissling», sagt sie in Anspielung auf die bekannte Sterndeuterin.

Beatles lösen Erinnerungen aus

Als langjährige FDP-Politikerin hält es Keller-Sutter für gut möglich, dass sie bereits verklagt worden sei. Es sei jedoch nie zu einer Verurteilung gekommen. Im Gefängnis war Keller-Sutter auch schon – oft sogar, allerdings nur in ihrer Funktion als Sicherheitsdirektorin. Zu einer Legalisierung von Cannabis sagt die 46-Jährige heute Nein, gesteht aber, vor über 30 Jahren an einem Joint gezogen zu haben. Die Musik aus ihrer Kindheit – besonders die der Beatles – lösen bei ihr heute noch Erinnerungen aus.


Anmerkung der Redaktion: Das Interview mit Karin Keller-Sutter fand am 10. September im Bundeshaus in Bern statt.

20min Login Facebook Connect
Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»

Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

  • Andi Kunz am 20.09.2010 12:54 Report Diesen Beitrag melden

    Jetzt erst recht einer der SVP wählen

    Sind die wirklich so blöd in Bern oder tun sie nur so? Jeder der einwenig logisch denkt muss jetzt doch den SVP Kandidaten wählen denn 1. Einen FDP Kandidaten wählen und nächstes Jahr räumt der dann den Sessel freiwillig wieder wie uns Pelli sagt glaubt ja wohl auch keiner. 2. Frau Widmer wird wohl auch kaum abgewählt nach den Gesammterneuerungs wahlen. 3. Den SVP Kandidaten wählen und ihr den Wind für die Wahlen aus den Segel nehmen, denn so müssen Sie wieder was leisten um sich für die Wahlen zu empfehlen.

  • Andreas Sommer am 19.09.2010 09:26 Report Diesen Beitrag melden

    Miss Wahl

    Das amerikanische riesige Hollywoodtheater und der Schweizer Smalltalk hat nichts mit einer Qualifikationseinschätzung zu tun. Das ist für den gemeinen Mob, welcher von Politik kein Wissen vorweisst. Da können auch diese mitsprechen, wie beim Fussball. Qualitativ gemäss dem Leistungsausweis überragt Frau Karin Keller-Suter alle. Nur hat man von der grossen Praktikerfahrung Angst.Rudmentär : Dann raschelts nämlich in der Wurmbüchse!

  • Fazitzieher am 18.09.2010 14:11 Report Diesen Beitrag melden

    Diese Frau ist beste Reklame für die FDP

    Im Hinblick auf die Wahlen im 2011 werden ihr Parteien wie z.B. die SP oder die CVP die Stimme verweigern.