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Durch den Fels
10. August 2010 12:26; Akt: 07.10.2010 15:16 Print
Buddeln für Moritz
Es wäre Moritz Leuenbergers krönender Abschluss als Bundesrat: der Gotthard-Durchstich am 15. Oktober. Für die Mineure ist der Weg dorthin aber noch lang – und voller Risiken.
Der Anlass ist für Noch-Bundesrat Moritz Leuenberger von grösster Bedeutung: Der Durchstich des Gotthard-Basistunnels sei ein «Symbol für den Beitrag der Schweiz zum Aufbau Europas», hatte er bei seiner Rücktritts-Ankündigung gesagt. Damit könne er seine Arbeit als Infrastrukturminister «abrunden». Deshalb wolle er bis zum Durchstich im Amt bleiben. Dieser soll am 15. Oktober stattfinden. Leuenberger wird höchstens bis zum 22. November im Amt bleiben. Ein enges Zeitfenster.
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Bundesrat Leuenberger tritt zurück
Damit mit dem Termin alles klappt, muss auch bei den Mineuren alles rund laufen. Hunderte Einladungen sind bereits ins In- und Ausland verschickt worden, der Durchstich soll gar live an die Verkehrsministerkonferenz nach Luxemburg übertragen werden.
700 Meter Fels
Der Termin, an dem Schweizer Geschichte geschrieben werden soll, wurde bereits im letzten Frühling festgelegt. Er könnte sich nun aber als allzu optimistisch erweisen: Noch liegen nämlich über 700 Meter Fels vor den Mineuren, die sich mit der Tunnelbohrmaschine von Süden her vorarbeiten.
«Es ist eine Herausforderung, aber wir sind zuversichtlich», sagte Renzo Simoni, Chef der Alp Transit Gotthard (ATG), am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Es gebe keine Anhaltspunkte, dass es im letzten Abschnitten noch grössere Rückschläge geben könnte.
Simoni stützt sich dabei vor allem auf die Prognosen der Geologen. Nach deren Angaben muss sich die Tunnelbohrmaschine noch durch Streifengneis fressen. Das geht wesentlich rascher als durch den gefürchteten Medelser Granit, der viel härter ist und darum die Vortriebsleistung der Maschine drückt.
13 Meter am Tag
Bis nächsten Montag steht diese für Revisionsarbeiten ohnehin still. Beginnen sich die Räder wieder zu drehen, bleiben den Mineuren noch 54 Arbeitstage. Sie müssen also rund 13 Meter am Tag schaffen, damit der Durchstich-Termin eingehalten werden kann. Nach Angaben von Simoni ein ehrgeiziges, aber erreichbares Ziel.
Es reicht aber eine blockierte Bohrmaschine, geologische Schwierigkeiten oder ein Wassereinbruch, und nicht Leuenberger, sondern sein Nachfolger hält vor den Augen Europas die Festrede zum symbolträchtigen Akt. Nachdem der Verkehrsminister seinen Rücktritt nun doch vorverlegt hat, wird sein Nachfolger voraussichtlich am 22. September gewählt.
Leuenberger kann damit längstens bis zum 22. November im Amt bleiben. Aber auch für dieses Datum kann Simoni keine Garantie abgeben. «Vor der Hacke ist es duster», zitierte er eine alte Bergmanns-Weisheit. Ob es funktioniere, wisse man immer erst am Schluss. Leuenberger habe vor seinem Entscheid keine Rücksprache mit ihm genommen, sagte der ATG-Chef.
(sda)
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Alle 34 Kommentare





























Auto?
NEAT ist künftig unbrauchbar, bin ich überzeugt. Dafür wird die Bahn auf Auto umgestellt, glaube ich.
Rede?
Möchte er wieder eine seiner - zugegebenermassen - guten Reden halten? ;-) Ich kann mir ja vorstellen, dass er diesen Moment noch als Bundesrat erleben möchte, doch nun wird er durch die Umstände aus Vernunftsgründen darauf verzichten müssen. Seinen Leistungsausweis kennt er ja selber am besten...
HIlfe
Dieser BR Leuenberger hat uns seit x jahren genervt wie selten einer, endlich endlich ein Lichtblick das er bald abtritt. Das Theater welcher er jetzt noch volzieht deckt sich mit seinem Leistungsausweis. Er hätte gescheiter einen zweiten Gotthard Strassentunnel in Angriff genommen als so nen Zugmist.