Aufgefallen

22. September 2010 17:24; Akt: 23.09.2010 10:12 Print

Bundesräte unter BewachungBundesräte unter Bewachung

Während den Bundesratswahlen wurde nichts dem Zufall überlassen: Schneider-Ammann und Sommaruga erhielten vom ersten Moment ihres Amtes an einen Schatten.

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Jubel mit Rückendeckung: Simonetta Sommaruga und ihr Schutztrupp

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Rigorose Eingangskontrollen, haufenweise Polizisten und dennoch erhielten die neuen Bundesräte extra Schutz: Mit der Annahme des Amtes folgten Simonetta Sommaruga und Johann Schneider-Ammann am Mittwoch mehrere Männer in dunklen Anzügen auf Schritt und Tritt. Die verkabelten Herren huschten fast unbemerkt durch das Bundeshaus und sorgten für den Schutz der neuen Bundesräte. Sorgte man sich im Bundeshaus etwa um die Sicherheit?

Daniele Malnati, Leiter Dienst Sicherheit und Infrastruktur beruhigt: «Die neuen Bundesräte sollten sich nicht den Weg frei kämpfen müssen, darum hielten ihnen die Personenschützer den Rücken frei.» Der Terminkalender sei dicht gedrängt und die Sicherheitsleute hätten dafür gesorgt, dass Johann Schneider-Ammann und Simonetta Sommaruga «schnell und ohne Komplikationen von Station zu Station kommen».

Für einmal war also nicht die Angst vor Angriffen auf die Magistraten zentraler Grund für den Rundumschutz, sondern der Andrang der Medienschaffenden und der Fans.


Weniger Gedränge und Geschiebe im Bundeshaus

Vor allem während des Bades in der Menge vor dem Bundeshaus sind die beiden neuen Bundesräte stetig begleitet worden. «Sie sollten ihre neue Rolle auskosten können und sich nicht durchkämpfen müssen», sagt Malnati. Zudem habe gewährleistet werden müssen, dass die beiden Berner jederzeit aus der Menschenmenge hätten geholt werden können. Das Gedränge und Geschiebe hielt sich allerdings sowohl vor als auch im Bundeshaus in diesem Jahr im Rahmen, wie die Parlamentsdienste und der Dienst für Sicherheit und Infrastruktur übereinstimmend vermelden.

«Es sind deutlich weniger Leute im Parlamentsgebäude gewesen, als bei Wahlen in den Vorjahren», so Malnati zu 20 Minuten Online. Wie viele Besucher es genau gewesen sind, ist noch nicht erhoben worden. Trotz des geringeren Interesses sind die Sicherheitsvorkehrungen auch in diesem Jahr erhöht worden. Nebst dem üblichen Sicherheitsdienst im Bundeshaus sind zusätzlich auch der Bundsicherheitsdienst und die Berner Kantonspolizei aufgeboten worden. Wie viele Sicherheitskräfte im Einsatz standen, wollte man nicht mitteilen.

(amc)