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Hans Grunder
29. September 2010 09:19; Akt: 29.09.2010 10:01 Print
Keine Fusion mit CVP – vorerst
Der BDP-Präsident will nichts wissen von einem Zusammenschluss seiner Partei mit der CVP - zumindest vorläufig nicht.

BDP-Präsident Hans Grunder schliesst einen Zusammenschluss von BDP und CVP vor den Wahlen 2011 aus. (Bild: Keystone)
Vor den Wahlen im Herbst 2011 schliesst der BDP-Präsident Hans Grunder einen Zusammenschluss der Parteien BDP und CVP oder Fraktionen aus. Anders könnte es nach den Wahlen aussehen. «Für die Zeit nach den Wahlen lasse ich alles offen», sagte der Berner Nationalrat in einem Interview, das am Mittwoch in den Zeitungen «Tages-Anzeiger» und «Der Bund» erschien. «Dann werden wir eine Auslegeordnung machen und schauen, wie die Verhältnisse sind und welche Zusammenarbeitsformen allenfalls möglich sind.»
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Die Bilanz der Bundesratswahlen
Es gebe nebst der CVP auch noch andere Parteien wie die Grünliberalen oder die FDP, stellte Grunder fest. Die Freisinnigen bezeichnete er aus Sicht der BDP als «verlässlichen Partner».
Laut Grunder unterscheidet sich die Ausgangslage für die Wahlen in den Kantonen stark: «Wir sind erfolgreicher, wenn wir unter verschiedenen Absendern starten.» Damit spricht er an, dass die CVP nicht überall gleich stark und die BDP nicht in jedem Kanton präsent ist.
Eine Fusion zwischen CVP und BDP hatten einige CVP-Exponenten ins Spiel gebracht. Solchen Gedankenspielen widerspricht Grunder deutlich: «Das schliesse ich aus», sagte er. Zudem verneinte er, dass die Departementsverteilung im Bundesrat - sie geriet zur Machtdemonstration der Mitte - ein Schritt Richtung Fusion sei.
BDP strebt Verdoppelung der Mandate an
Grunder bekräftigte im Interview, dass BDP-Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf mit ihrem Wechsel ins Finanzdepartement nicht bezwecken wollte, ihre Wahlchancen zu erhöhen.
Die BDP müsse sich die Frage stellen, ob Widmer-Schlumpf als Bundesrätin nochmals antreten soll, «wenn die BDP bei den Wahlen stagniert oder gar verliert», sagte Grunder. Die BDP peile jedoch eine Verdoppelung der Sitzzahl im Nationalrat von 5 auf 10 an - und dann sei es «keine Frage», ob Widmer-Schlumpf antrete.
(sda)


























