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Nach der Wahl
28. September 2009 14:52; Akt: 28.09.2009 15:22 Print
Schweizer hoffen auf das Neue Deutschland
Schweizer Wirtschaftsvertreter geben sich nach dem Regierungswechsel in Deutschland aufgeräumt: Sie hoffen, dass sich die Gesprächskultur und die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen der Schweiz und Deutschland verbessern.
«Wir sind dem Regierungswechsel gegenüber sehr optimistisch eingestellt und hoffen, dass die neue Regierung einen stärkeren Akzent auf das wirtschaftliche Wachstum setzen wird», sagte Ralf Bopp, Direktor der Handelskammer Deutschland-Schweiz, am Montag zur Nachrichtenagentur SDA.
Die Beteiligung von Guido Westerwelles FDP an der neuen deutschen Regierung weckt in der Schweizer Wirtschaftswelt freudige Erwartungen.(Bild: Reuters)
Bopp erwartet zudem eine «stärkere Mittelstandsorientierung». Beide Aspekte seien «in der Krise sehr willkommen», denn mittelfristig werde dies dazu beitragen, dass die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und der Schweiz «eher wieder gestärkt» würden.
Weiter hofft er, dass auch die wirtschaftspolitische Übereinstimmung zwischen den beiden Ländern mit der neuen Regierung grösser sein werde, insbesondere in den laufenden Verhandlungen zu den Differenzen in Steuerfragen.
Gerold Bührer, Präsident des Wirtschaftsdachverbandes Economiesuisse, erhofft sich mehr Gesprächskultur und Sachlichkeit, dafür weniger «Gehässigkeit», wie er zum Schweizer Fernsehen SF sagte. Die Schweizerische Bankiervereinigung wollte auf Anfrage das Wahlergebnis nicht kommentieren.
Liechtensteiner Bankenverband froh
Für die Beziehungen zwischen Deutschland und Liechtenstein werde der Regierungswechsel kaum inhaltliche Änderungen bringen, hiess es beim Liechtensteinischen Bankenverband. Dieser erwartet gemäss Geschäftsführer Michael Lauber aber ebenfalls einen anderen Ton im Umgang.
Er sei froh über den Ausgang der Wahl, sagte Lauber weiter. Kanzlerin Angela Merkel stehe für Stabilität, was für Liechtenstein im Hinblick auf die Verhandlungen mit Deutschland über den Abschluss eines Doppelbesteuerungsabkommens wichtig sei.
In den Steuerdiskussionen zwischen Deutschland und Liechtenstein werde es mit der neuen Regierung in Berlin kaum zu grundlegenden inhaltlichen Änderungen kommen. Allenfalls werde der Ton moderater als unter Finanzminister Peer Steinbrück, so Lauber. Die leere Staatskasse sei auch für die neue deutsche Regierung eine ganz grosse Herausforderung.
(sda)



























