Costa Concordia

08. Februar 2012 09:22; Akt: 08.02.2012 14:26 Print

«Alles gelogen!», sagt die Gespielin des Kapitäns«Alles gelogen!», sagt die Gespielin des Kapitäns

Sie gilt als Geliebte von Unglückskapitän Francesco Schettino. Doch davon will Domnica Cemortan nichts wissen. Alles sei erfunden und gelogen, behauptet die Moldawierin in einem Interview.

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Sie liebt den Kapitän. Oder auch nicht...

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Die junge Frau aus Moldawien, die als wichtige Zeugin des Kreuzfahrtunglücks am 13. Januar vor der Insel Giglio gilt, bestreitet, die Geliebte von Kapitän Francesco Schettino zu sein. «Ich habe niemals vor den Staatsanwälten behauptet, dass ich in Schettino verliebt sei, wie italienische Medien berichtet haben. Es sind alles nur Lügen, die verbreitet wurden, um den Kapitän unter Druck zu setzen. Man will ihn auch in seiner Familie isolieren», wurde Domnica Cemortan vom italienischen Magazin «Oggi» zitiert.

«Man behauptet, dass mein Bikini in der Kabine des Kapitäns gefunden worden sei. Woher weiss man, dass dieser Bikini mir gehört? Steht darauf vielleicht mein Name geschrieben?», fragte die Moldawierin. Sie sei als normaler Passagier mit eigener Kabine und keineswegs als Schettinos Gast an Bord gewesen.

«Grosser Schaden zugefügt»

Die 25-Jährige übte Kritik an den italienischen Medien, die sie als «Blondine des Kapitäns» und als «Sirene der Costa Concordia» bezeichnet hatten: «Mir ist ein grosser Schaden zugefügt worden. Auch in Moldawien spricht man über mich. Man sagt, dass ich das Ansehen meines Landes und meines Volkes ruiniere.»

Sie habe für die Costa-Reederei auf anderen Schiffen gearbeitet und an Bord der «Concordia» ihren 25. Geburtstag feiern wollen, erklärte Cemortan. Sie habe sechs Stunden lang vor Oberstaatsanwalt der toskanischen Stadt Grosseto, Francesco Verusio, über die Vorfälle an Bord des Schiffes berichtet.

Private Bilder publiziert

«Die Staatsanwälte haben klargestellt, dass sie nicht an persönlichen Angelegenheiten interessiert sind, sondern lediglich über die Ereignisse an Bord informiert werden wollten», sagte die Frau. Das Magazin «Chi» hatte einige Fotos von Schettino und Cemortan veröffentlicht.

Auf einem davon sind die beiden in einem Restaurant in Villefrance-sur-Mer beim Austernessen zu sehen. Das Bild wurde am 13. Dezember 2011 gemacht, genau vier Wochen vor der Havarie, bei einem Aufenthalt des Kreuzfahrtschiffes an der Côte d'Azur. Veröffentlicht wurden zudem weitere Bilder Cemortans.

(sda)

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  • moral.anstand am 08.02.2012 15:54 Report Diesen Beitrag melden

    ist sie nicht schuldig, so macht man sie

    hauptsache die medien haben wieder eine person im visier die sie fertig machen koennen. bringt ein paar klicks mehr und schnelle kasse. und die betroffene person leidet ein leben lang. moral und anstand war mal.

  • Balu am 08.02.2012 10:39 Report Diesen Beitrag melden

    Typisch!

    Wie kommt es, dass ein Schiff mit 4000 Leuten sinkt, und man nur darüber schreibt, mit wem der Kapitän geschlafen hat?!

  • gstar am 08.02.2012 10:07 Report Diesen Beitrag melden

    willkommen im Mittelalter

    jaja viele Leute, vorallem auch die Medien, befinden sich noch im tiefen Mittelalter. Was kann sie dafür wenn ihr, nehmen wir mal an er ist es, Lebensgefährte nen Kreuzfahrschiff versenkt.