Schiffsunglück

26. Januar 2012 16:19; Akt: 26.01.2012 16:34 Print

Erste Verschmutzung gemessenErste Verschmutzung gemessen

Knapp zwei Wochen nach der Havarie der «Costa Concordia» wurde im Schutzgebiet um Giglio eine erhöhte Giftstoffmenge festgestellt. Der Grad der Verschmutzung gleicht inzwischen dem eines Industriehafens.

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Am 22. Februar 2012 finden Taucher vier Leichen in der Costa Concordia. Am 31. Januar war die Suche nach den verbliebenen 15 Vermissten endgültig eingestellt worden. Mit einem Spezialboot sammelten Einsatzkräfte am 26. Januar Müll rund um das havarierte Kreuzfahrtschiff ein. Am 25. Januar werden erstmals Bilder veröffentlicht, welche die Flucht mit Rettungsbooten zeigen. Die Überlebenden des Unglücks hatten die Besatzung kritisiert, dass die Rettung schlecht organisiert war. Am 23. Januar finden die Rettungskräfte die Leichen Nummer 14 und 15. Noch immer werden 17 Menschen vermisst. Am 18. Januar tauchten erste Satellitenaufnahmen der «Costa Concordia» vor... ...der Insel Giglio auf. Rettungstaucher finden am 17. Januar fünf weitere Leichen im Wrack der «Costa Concordia». Die Suche nach den Vermissten geht weiter. Die halb versunkene «Costa Concordia» liegt am Abend des 16. Januar vor der Küste der Insel Giglio. Rettungstaucher suchen im Schiffswrack weiter nach Überlebenden. Ein Taucher schwimmt im Inneren der «Costa Concordia» und sucht nach Lebenszeichen. Das Inventar des Luxusliners ist komplett durcheinander gekommen. Die Generaldirektor Gianni Onorato und ... ... der Vorstandsvorsitzende Pier Luigi Foschi distanzieren sich an einer Pressekonferenz am 16. Januar von ihrem Kapitän Francesco Schettino. sei eigenmächtig und ohne Genehmigung vom Kurs abgewichen. Das Kentern der «Costa Concordia» sei somit auf menschliches Versagen zurückzuführen. (Bild: TV-Aufnahme vom 14. Januar) Immer noch werden mindestens 15 Personen vermisst. Doch weil das Schiff wegzurutschen droht, müssen die Bergungsarbeiten für mehrere Stunden unterbrochen werden. Am eingetragen. Es liegt bedenklich nahe an der Fährenroute Porto Giglio - Porto Santo Stefano. Unermüdlich suchen die Rettungsleute auch am das Wrack des in der Nacht auf 14. Januar 2012 auf Grund gelaufenen Schiffs nach Vermissten ab. Die Bergung gestaltet sich als schwieriger Kletterakt. Kabine um Kabine muss durchsucht werden. Auch Taucher sind rund um die Uhr im Einsatz. Hier ist eines der Decks zu sehen ... ... und hier die Pianobar des Kreuzfahrtschiffs. Das Kreuzfahrtschiff «Costa Concordia» hat ... ... einen Felsen gerammt, ... ... «der ein 70 Meter langes Loch in den Rumpf gerissen hat», sagte Francesco Paolillo von der italienischen Küstenwache. Das Schiff wurde regelrecht Danach hat es sich und läuft langsam voll. Fast 30 Stunden nach der Havarie ist in der Nacht auf den Sonntag (15. Januar) ein lebend aus einer Kabine geborgen. Das Paar hatte auf dem Kreuzfahrtschiff seine verbracht. Am Samstag, 14. Januar, werden Tote geborgen, viele Personen sind noch immer vermisst. Passagiere mit Schwimmwesten an Bord des Unglücksschiffs, kurz nach der Havarie. Viele wurden beim Unglück vor der toskansichen Küste verletzt Ein Grossteil der rund 4200 Passagiere und Besatzungsmitglieder an Bord ... ... wurde mit Schlauchbooten evakuiert. Der Hafen von Giglio ist von Schiffbrüchigen belagert. «Wir haben einen grossen Krach gehört, dann war es die Hölle», sagte ein Passagier, der zusammen mit anderen Betroffenen aufs Festland nach Porto Santo Stefano gebracht wurde. Dass sich der Unglücksort unmittelbar vor dem Hafen der Insel Giglio befindet, erleichterte die Evakuierung. Francesco Schettino, des Schiffes wurde verhaftet. Gegen ihn wird wegen mutmasslichen Totschlags und Verursachung von Schiffbruch ermittelt. Zudem wird ihm vorgeworfen, das Schiff verlassen zu haben, als sich noch Menschen an Bord befanden. Die Kreuzfahrtgesellschaft Costa Crociere nannte das Schiffsunglück «eine bestürzende Tragödie». Dramatische Rettungsaktionen an Bord des Kreuzfahrtschiffes. Das Unglück erinnert an den Untergang der Titanic vor 100 Jahren.

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Im Meeresschutzgebiet rund um das havarierte Kreuzfahrtschiff «Costa Concordia» sind vor der italienischen Küste erste Verschmutzungen gemessen worden. Die Situation sei zwar noch «tragbar», aber für eine vom Tourismus und der Fischerei abhängige Region «heikel», sagte ein WWF-Sprecher.

Das Meerwasser um die Insel Giglio ist mit zwei bis drei Milligramm Tensiden pro Liter verschmutzt, während die Konzentration in der Region für gewöhnlich gegen null tendiert, wie die Umweltbehörden der Toskana mitteilten. Damit herrscht im Meeresparadies ein Grad an Verschmutzung wie an dem Industriehafen in Marghera nahe Venedig.

Der Sprecher der italienischen Sektion der Umweltorganisation WWF, Gaetano Benedetto, zeigte sich gegenüber der Nachrichtenagentur AFP besorgt über Batterieflüssigkeiten, Öle, Reinigungs- und Lösungsmittel an Bord des Wracks. «Man muss nicht in Alarmismus verfallen, aber man muss die Aufmerksamkeit darauf lenken», ergänzte Benedetto.

Und dann noch giftiges Schweröl

Neben Müll, Putzmittel und Farbe befinden sich auch fast 2400 Tonnen Treibstoff in der «Costa Concordia», die immer noch nicht abgepumpt wurden und somit den Toskanischen Archipel bedrohen. Die Bergung kann nicht vor diesem Samstag beginnen. Danach dürfte es rund vier Wochen dauern, bis alles Öl abgepumpt ist.

Das Naturschutzgebiet ist geprägt von einer beispiellosen Artenvielfalt und beherbergt auch seltene Tierarten. In den tiefen Gewässern tummeln sich Thunfische, die bis zu drei Meter gross werden können, Barrakudas und Unmengen an Muränen, riesige Muscheln und Krabben. Im Frühling und im Sommer können vor der Küste Delfine, Finnwale und Pottwale beobachtet werden.

Die Verschmutzung des Wassers erschwert auch die Suche nach den 16 Vermissten. Die Gesundheitsbehörden von Grosseto auf dem italienischen Festland untersagten den Einsatzkräften auf den Decks D und E zu arbeiten, bis für diese Bereiche mikrobiologische Analysen vorliegen.

Überlebende wären ein Wunder

Aus Sicht von Einsatzleiter Franco Gabrielli gab es kaum noch Hoffnung, Überlebende zu finden. Dazu wäre «ein Wunder nötig», sagte er. Gabrielli ging davon aus, dass einige Leichen vermutlich erst gefunden werden, wenn die «Costa Concordia» entweder wieder flottgemacht oder in Teile zerschnitten wird.

Unter den geborgenen Toten sind nach jüngsten Angaben vier Deutsche. Dem Krisenstab des Aussenministeriums in Berlin liegen nun noch Vermisstenmeldungen von acht deutschen Staatsangehörigen vor. Insgesamt starben beim Unglück mindestens 17 Menschen, 15 weitere werden vermisst.

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(Quelle: AP)

Reederei weist Schuld an Manöver von sich

Derweil hat die Reederei des Kreuzfahrtschiffes die Schuld für die Havarie von sich gewiesen. Kapitän Francesco Schettino habe nicht die Erlaubnis gehabt, die Route der «Costa Concordia» zu ändern, zudem sei er mit 16 Knoten viel zu schnell unterwegs gewesen, sagte Generaldirektor Pier Luigi Foschi.

Der Kapitän hatte die Reederei für das Unglück mitverantwortlich gemacht. Schettino steht weiter unter Hausarrest, während die Polizei gegen ihn wegen Totschlags ermittelt. Sein Anwalt stellte am Mittwoch vor Gericht einen Antrag auf die Aufhebung des Hausarrests. Es bestehe weder Flucht noch Wiederholungsgefahr, sagte er

Die «Costa Concordia» war am Abend des 13. Januar vor der italienischen Insel Giglio im Mittelmeer auf Grund gelaufen und gekentert. An Bord des Kreuzfahrtschiffes waren etwa 4200 Menschen.


Wärmebildaufnahmen vom 17. Januar 2011 zeigen die Evakuierung:

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(Quelle: AP Television)

(dapd)

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  • Gido am 26.01.2012 11:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Es darf nicht sein

    Es darf nicht sein, dass eine einzige Person daran schuld ist. Die beiden Kommandanten hatten die gleiche Verantwortung. Wenn drei so unfähige Personen dieses Amt aufführen ist die Rederei nicht unschuldig. Wenn man noch denkt, dass endliche Manöver bereits mehrmals durchgeführt hat.

    • Andreas am 26.01.2012 23:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Held?

      Ich bin genau gleicher Meinung. Klar ist der Kapitän auch schuld, aber muss man einer Person das Leben so mies machen? Ich denke durch sein Manöver (so nahe ans Ufer), hat er sehr vielen Menschen das Leben gerettet...

    einklappen einklappen
  • S. Bär am 26.01.2012 08:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sch.... Schettino

    Glaubt ihr immer noch an die Unschuld von Sch... Schettino?! Wie war das noch mal? Viva..... Peinlich peinlich. Wie bekommt so ein Kerl überhaupt das Kommando für so einen Kahn?? Das Deck schrubben wäre eher sein Ding gewesen! Wenn überhaupt noch......