Moldawierin gesteht

02. Februar 2012 14:52; Akt: 02.02.2012 19:26 Print

«Ich liebe Kapitän Schettino»«Ich liebe Kapitän Schettino»

Viel wurde über die 25-jährige Moldawierin geschrieben, die mit dem Unglückskapitän Francesco Schettino gesehen wurde. Jetzt ist klar: Die Dame war mit ihm nicht nur auf der Brücke.

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Jetzt ist es raus: Domnica Tschemortan, die «Frau auf der Brücke» hat gemäss Medienberichten zugegeben, eine Liebesbeziehung mit dem Kapitän der «Costa Concordia», Francesco Schettino, gehabt zu haben. Die italienischen Justizbehörden haben die 25-jährige Moldawierin befragt.

«Ich liebe Schettino, es ist unfair, ihn zu zerstören. Alle sind gegen ihn», wurde die 25-jährige Domnica Tschemortan in der Tageszeitung «La Stampa» am Donnerstag zitiert. Der Kapitän habe mit seinem Verhalten mehrere Menschenleben gerettet. In früheren Interviews hatte die Frau eine Beziehung zu ihm abgestritten.

Sie sei mit Schettino zusammen gewesen, als das Kreuzfahrtschiff einen Felsen rammte, erklärte sie weiter. Auch auf der Kommandobrücke des Schiffes habe sie sich aufgehalten. Sie sei Schettinos Gast an Bord gewesen. Zuvor hatte schon der «Corriere della Sera» berichtet, dass persönliche Gegenstände von Domnica in der Kabine Schettinos gefunden wurden.

Die Reederei Costa Crociere, Betreiberin der «Costa Concordia», versicherte, dass die Moldawierin keine blinde Passagierin an Bord gewesen sei, sondern auf der Passagierliste gestanden habe. Tschemortan sagte, alle Besatzungsmitglieder an Bord des havarierten Schiffes hätten sich professionell verhalten.

Abpumpen weiter verzögert

Hoher Seegang und starker Wind verhinderten am Donnerstag weiterhin die Arbeiten am Schiffswrack. Die Vorbereitungen für das Abpumpen von etwa 2300 Tonnen Treibstoff - überwiegend gefährliches Schweröl - aus den Tanks des Kreuzfahrtschiffes dürften nicht vor dem Wochenende beginnen. Dies bestätigte der Kommandant des Hafenamtes in Livorno, Ilarione Dell'Anna, gegenüber der Nachrichtenagentur Ansa.

Das eigentliche Abpumpen würde sich damit auf die nächste Woche verschieben. Das Bergungsunternehmen Smit hatte wegen des Wetters alle Vorbereitungen auf die Operationen schon vor Tagen stoppen müssen.

Frankreich ermittelt

Die französische Staatsanwaltschaft leitete derweil eigene Ermittlungen zum Schiffsunglück ein. Wie die Strafverfolgungsbehörde am Donnerstag mitteilte, wird sie sämtliche Überlebenden mit französischem Pass befragen lassen.

Mit den Ermittlungen will die Staatsanwaltschaft zur Aufklärung der Katastrophe beitragen und mögliche Versäumnisse bei den Evakuierungs- und Rettungsmassnahmen identifizieren. Zudem soll das Ausmass der verursachten finanziellen und psychischen Schäden evaluiert werden. Bei dem Unglück kamen mindestens 32 der über 4200 Passagiere und Besatzungsmitglieder ums Leben.

Insulaner fürchten um ihre Existenz

Auch die etwa 1000 Bewohner der Insel, die vor allem vom Tourismus leben, leiden unter den Folgen des Unglücks. Sie wollen deswegen eine finanzielle Entschädigung verlangen. Die Menschen sehen die Zukunft der Insel als Touristenziel beeinträchtigt und erwarten Einbussen bei der Fischerei.

Bereits wurden Möbel aus dem Wrack geschwemmt, die sich in Barrieren rund um die «Costa Concordia» verfingen. Über mehrere Tage hinweg gelangten zudem chemische Produkte, Spül- und Waschmittel ins Wasser, die das Meeresschutzgebiet der Insel bedrohen.

Die «Costa Concordia» war am 13. Januar vor Giglio vor der toskanischen Küste auf einen Felsen aufgelaufen und halb untergegangen. Bisher wurden 17 Todesopfer geborgen, 15 werden noch vermisst. Die Suchaktionen im Inneren des Schiffs wurden wegen des Wellengangs ebenfalls abgebrochen.


Domnica Tschemortan verteidigt Schettino in einem Interview vom 19. Januar 2012: «Der Kapitän verliess nicht als Erster das Schiff».
(Quelle: YouTube/TelegraphTV)

(sda)

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  • Sandy am 03.02.2012 05:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hört endlich auf 

    Hört doch mal endlich auf. Habt ihr Beweise, dass diese Frau wirklich was mit Schettino hatte, dass der Käpten wirklich als erster das Schiff verliess? Hört mal endlich auf damit, glaubt nicht immer gerade alles. Die Reederei, hat einen schuldigen, so sind alle fein raus.

  • Brumm B am 02.02.2012 23:32 Report Diesen Beitrag melden

    Schade

    Die Toten haben nichts mehr von dieser tollen Lovestory!!!

  • R2D2 am 02.02.2012 19:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Und nun? 

    Und nun? Ändert sich etwas daran das dieses Unglück passiert ist? Nein... Die Toten und Verletzten bleiben, die Tatsache das dieses tolle Schiff gesunken ist bleibt und es ändert sich auch sonst an der ganzen Tragödie überhaupt nichts...