Neues Beweismaterial

11. Februar 2012 09:55; Akt: 11.02.2012 12:07 Print

Video belastet Kapitän Schettino schwerVideo belastet Kapitän Schettino schwer

Stimmengewirr und totale Verwirrung: Ein von einem italienischen TV-Sender veröffentlichtes Video zeigt einen initiativlosen Kapitän während der Havarie des Kreuzschiffes «Costa Concordia».

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Video: Das Chaos auf der Brücke der «Costa Concordia» (YouTube/Canale 5) Im Grossformat auf dem Videoportal Videoportal
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Eine Videoaufnahme über die Zustände auf der am 13. Januar vor der toskanischen Küste verunglückten «Costa Concordia» setzt Kapitän Francesco Schettino noch mehr unter Druck. Aus den Aufnahmen geht die Verwirrung Schettinos nach der Havarie hervor.

Schettino hatte demnach keine Initiative ergriffen, obwohl auf dem Schiff nach dem Zusammenstoss mit einem Felsen Panik ausgebrochen war. Die Aufnahmen, die Vorfälle auf der Brücke des Schiffs nach der Havarie dokumentieren, wurde vom italienischen TV- Sender «Canale 5» veröffentlicht.

Als ihm seine Offiziere mitteilten, dass die panischen Passagiere selbst die Schaluppen gelöst und ins Wasser gelassen hatten, reagierte Schettino nicht. Die Offiziere sprachen miteinander, während die Zustände an Bord immer chaotischer werden, Schettino wiederum fasste keinen Beschluss.

Beweismaterial gegen Schettino

Angesichts der Passivität des Kapitäns während der kritischen Lage drängten die Offiziere Schettino, den Generalalarm auszulösen. Darauf wurde der Befehl erteilt, das Schiff zu verlassen. Noch ist unklar, wer die Videoaufnahme gemacht hat, die als Beweismaterial für die im Schiffsbruch ermittelnden Staatsanwälte von Grosseto dienen soll.

Ein Gericht in Florenz hatte am Dienstag beschlossen, dass Schettino unter Hausarrest bleiben muss. Ein Ansuchen auf Freilassung wurde abgelehnt.

Unterdessen wurde für den 3. März eine gerichtliche Anhörung in Grosseto anberaumt. Schettino und sein Vize-Kapitän Ciro Ambrosio werden sich nach derzeitigem Stand unter anderem wegen fahrlässiger Tötung und Schiffbruchs verantworten müssen.

(sda)

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  • P.Daniel am 12.02.2012 04:08 Report Diesen Beitrag melden

    Überfordert

    Ich denke, dass viele in so einer Situation überfordert währen. Da hilft auch nicht die beste Schulung. Klar kann man sehen, dass Schettino keine Initiative ergreift wie man das von einem Kapitän oder Geschäftsführer erwartet. Aber es scheint auch, dass er unter Schock steht und das kann ich in dieser Situation verstehen. Für die Familie und Schettino selber ist diese Mediale Hetzjagd sicherlich äusserst niederschmetternd...

  • hurrli butz am 11.02.2012 21:15 Report Diesen Beitrag melden

    wurde noch nie erwähnt

    dass das schiff auf einen stein aufgefahren ist, ist fraglos kritisierbar. es hat aber noch nie jemand kommentiert, dass das schiff mit letzter kraft so nah wie möglich an's ufer manövriert wurde und damit höchstwahrscheinlich den meisten passagieren das leben gerettet wurde! wenn sie auf offener see gesunken wäre, läge sie nun 900 meter unter dem wasserspiegel. das ist für mich eine grossartige leistung, von wem auch immer (kapitän? offiziere?) dieses manöver ausgeführt wurde!

    • Hans Nötig am 12.02.2012 01:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      hui, ein held

      das schiff war nach wenigen minuten nicht mehr zu steuern. die endlage kam eher zufällig zu stande. quelle: wikipedia

    • Alex Gerber am 12.02.2012 04:38 Report Diesen Beitrag melden

      Humbuk

      hurrli butz du hast leider keine Ahnung. Das haette alles nicht passieren muessen wenn man den bestimmten Abstand zu der Insel gehabt haette. Solche Aussagen die du von dir gibst sind blosse Schoenfaerberei und Humbuk zugleich. Sag das mal einer Familie die ein Mitglied verloren hat bei dem Unglueck. Das was jetzt kommt geschieht dem Kapitaen recht. Und meiner Meinung sollten noch ein paar Koepfe mehr rollen.

    • Ano Nymous am 12.02.2012 11:06 Report Diesen Beitrag melden

      Super..

      ähm.. soweit ich weiss ist das schiff gegen einen Felsen gefahren WEIL es zu nah am Land war... klar wurde dannach noch in Richtung Hafen gesteuert.. aber naja.. so ne Leistung ist das nun nicht.

    • P.B. am 12.02.2012 11:13 Report Diesen Beitrag melden

      Wohl eher Glück

      Manövriert wurde? Könnte es nicht sein dass das Schiff manövrierunfähig war? Also wenn man die GPS Daten anschaut trifft das wohl eher zu... Zum Glück trieb das Schiff in die richtige Richtung.

    • justin g. am 12.02.2012 11:19 Report Diesen Beitrag melden

      @hurrli butz

      sie haben wohl noch nicht mitbekommen das er das zwar absichtlich getan hatte näher ran zu gehn, aber es ging ihm darum den passagieren was zu bieten er fuhr näher zum felsen und DARUM hatte es schiffbruch erlitten. und nicht umgekehrt.

    • Rb am 12.02.2012 17:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Hurrliputz

      Wie wahr! Typisch Menschheit, dass immer nur das Negative erwähnt wird! Er hat viele Menschen gerettet, Zweifelsohne. Aber sei es auf Verlangen der Rederei oder nicht, ist er vorab zu Nahe am Ufer gefahren und hat dadurch den Stein erwischt. Absolut unnötiges Risiko, welches die Tragödie erst auslöste.

    • Max Otto am 12.02.2012 20:20 Report Diesen Beitrag melden

      Seich(t)

      Rettungsboote schwimmen sowohl in tiefen wie auch seichten Gewässern. Im Gegenteil, weil mehr Zeit blieb, wären alle lebend von Bord gekommen.

    einklappen einklappen
  • Matrose Roli am 11.02.2012 18:22 Report Diesen Beitrag melden

    Rein Respekt dem Kapitän

    Der einzige der ruhig und besonnen bleibt scheint der Kapitän. Schettino hat viele Tote verhindert indem er erst in seichtem Gewässer die Evakuation des Schiff anordnet. Das wird hier im Video widerum klar. Ehre wem Ehre gebührt!