Ihre Story, Ihre Informationen, Ihr Hinweis?
feedback@20minuten.ch 
Neues Beweismaterial
11. Februar 2012 09:55; Akt: 11.02.2012 12:07 Print
Video belastet Kapitän Schettino schwer
Stimmengewirr und totale Verwirrung: Ein von einem italienischen TV-Sender veröffentlichtes Video zeigt einen initiativlosen Kapitän während der Havarie des Kreuzschiffes «Costa Concordia».
Eine Videoaufnahme über die Zustände auf der am 13. Januar vor der toskanischen Küste verunglückten «Costa Concordia» setzt Kapitän Francesco Schettino noch mehr unter Druck. Aus den Aufnahmen geht die Verwirrung Schettinos nach der Havarie hervor.
Bildstrecken Costa Concordia in SeenotTaucher beim Wrack der «Costa Concordia»Die Helden von GiglioDomnica Cemortan, die heimliche Freundin von Kapitän Schettino Infografik Rettungsplan für das Wrack der «Costa Concordia»Die Havarie der «Costa Concordia»Die schlimmsten Schiffskatastrophen Video
Interview mit zwei Überlebenden
Taucharbeiten gehen aussen weiterHavarie der Costa Concordia
Schettino hatte demnach keine Initiative ergriffen, obwohl auf dem Schiff nach dem Zusammenstoss mit einem Felsen Panik ausgebrochen war. Die Aufnahmen, die Vorfälle auf der Brücke des Schiffs nach der Havarie dokumentieren, wurde vom italienischen TV- Sender «Canale 5» veröffentlicht.
Als ihm seine Offiziere mitteilten, dass die panischen Passagiere selbst die Schaluppen gelöst und ins Wasser gelassen hatten, reagierte Schettino nicht. Die Offiziere sprachen miteinander, während die Zustände an Bord immer chaotischer werden, Schettino wiederum fasste keinen Beschluss.
Beweismaterial gegen Schettino
Angesichts der Passivität des Kapitäns während der kritischen Lage drängten die Offiziere Schettino, den Generalalarm auszulösen. Darauf wurde der Befehl erteilt, das Schiff zu verlassen. Noch ist unklar, wer die Videoaufnahme gemacht hat, die als Beweismaterial für die im Schiffsbruch ermittelnden Staatsanwälte von Grosseto dienen soll.
Ein Gericht in Florenz hatte am Dienstag beschlossen, dass Schettino unter Hausarrest bleiben muss. Ein Ansuchen auf Freilassung wurde abgelehnt.
Unterdessen wurde für den 3. März eine gerichtliche Anhörung in Grosseto anberaumt. Schettino und sein Vize-Kapitän Ciro Ambrosio werden sich nach derzeitigem Stand unter anderem wegen fahrlässiger Tötung und Schiffbruchs verantworten müssen.
(sda)
Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»
Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.
«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»
Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.
«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»
Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)
Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?
Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 72 Stunden, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.
-
Alle 39 Kommentare




























Überfordert
Ich denke, dass viele in so einer Situation überfordert währen. Da hilft auch nicht die beste Schulung. Klar kann man sehen, dass Schettino keine Initiative ergreift wie man das von einem Kapitän oder Geschäftsführer erwartet. Aber es scheint auch, dass er unter Schock steht und das kann ich in dieser Situation verstehen. Für die Familie und Schettino selber ist diese Mediale Hetzjagd sicherlich äusserst niederschmetternd...
wurde noch nie erwähnt
dass das schiff auf einen stein aufgefahren ist, ist fraglos kritisierbar. es hat aber noch nie jemand kommentiert, dass das schiff mit letzter kraft so nah wie möglich an's ufer manövriert wurde und damit höchstwahrscheinlich den meisten passagieren das leben gerettet wurde! wenn sie auf offener see gesunken wäre, läge sie nun 900 meter unter dem wasserspiegel. das ist für mich eine grossartige leistung, von wem auch immer (kapitän? offiziere?) dieses manöver ausgeführt wurde!
hui, ein held
das schiff war nach wenigen minuten nicht mehr zu steuern. die endlage kam eher zufällig zu stande. quelle: wikipedia
Humbuk
hurrli butz du hast leider keine Ahnung. Das haette alles nicht passieren muessen wenn man den bestimmten Abstand zu der Insel gehabt haette. Solche Aussagen die du von dir gibst sind blosse Schoenfaerberei und Humbuk zugleich. Sag das mal einer Familie die ein Mitglied verloren hat bei dem Unglueck. Das was jetzt kommt geschieht dem Kapitaen recht. Und meiner Meinung sollten noch ein paar Koepfe mehr rollen.
Super..
ähm.. soweit ich weiss ist das schiff gegen einen Felsen gefahren WEIL es zu nah am Land war... klar wurde dannach noch in Richtung Hafen gesteuert.. aber naja.. so ne Leistung ist das nun nicht.
Wohl eher Glück
Manövriert wurde? Könnte es nicht sein dass das Schiff manövrierunfähig war? Also wenn man die GPS Daten anschaut trifft das wohl eher zu... Zum Glück trieb das Schiff in die richtige Richtung.
@hurrli butz
sie haben wohl noch nicht mitbekommen das er das zwar absichtlich getan hatte näher ran zu gehn, aber es ging ihm darum den passagieren was zu bieten er fuhr näher zum felsen und DARUM hatte es schiffbruch erlitten. und nicht umgekehrt.
Hurrliputz
Wie wahr! Typisch Menschheit, dass immer nur das Negative erwähnt wird! Er hat viele Menschen gerettet, Zweifelsohne. Aber sei es auf Verlangen der Rederei oder nicht, ist er vorab zu Nahe am Ufer gefahren und hat dadurch den Stein erwischt. Absolut unnötiges Risiko, welches die Tragödie erst auslöste.
Seich(t)
Rettungsboote schwimmen sowohl in tiefen wie auch seichten Gewässern. Im Gegenteil, weil mehr Zeit blieb, wären alle lebend von Bord gekommen.
Rein Respekt dem Kapitän
Der einzige der ruhig und besonnen bleibt scheint der Kapitän. Schettino hat viele Tote verhindert indem er erst in seichtem Gewässer die Evakuation des Schiff anordnet. Das wird hier im Video widerum klar. Ehre wem Ehre gebührt!