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come-to-switzerland.com
06. Februar 2009 08:22; Akt: 06.02.2009 10:47 Print
Dubiose Webseite: «Es war nur ein Scherz»
Seit Tagen sorgt die Webseite come-to-switzerland.com für Aufregung in der Schweiz. Nun meldet sich der Betreiber zu Wort: «Das Ganze war Satire», sagt Markus Gäthke, der sich als Einzeltäter outet.
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Personenfreizügigkeit
«Ich möchte die Sache jetzt ein für allemal aufklären: Es werden sich keine Ströme von deutschen Arbeitslosen in die Schweiz ergiessen», schreibt Betreiber Markus Gäthke auf seiner Website. Den Beratungsdienst für Hartz-IV-Empfänger, der für so viel Aufsehen gesorgt hat, habe es nie gegeben.
Nachdem ihn zahlreiche Medien in den letzten Tagen vergeblich zu kontaktieren versuchten, meldet sich der Webseiten-Betreiber nun per Videobotschaft, die er sowohl auf seiner Webseite als auch auf YouTube veröffentlicht hat, zu Wort.
Ein Einzeltäter
Solch heftige Reaktionen habe er nicht erwartet. Das Angebot sei derart überzogen, unseriös und überteuert gewesen, dass es jedem hätte klar sein müssen, dass es sich nicht um eine ernst gemeinte Seite handeln könne.
Mit seiner Stellungnahme will Gäthke auch die Diskussion über den Urheber der Seite beenden. «Ich bin weder von Abstimmungsbefürwortern noch von Abstimmungsgegnern mit der Erstellung dieser Website beauftragt worden», sagt Gäthke in dem Film.
Der «Tages-Anzeiger» spekulierte in den vergangenen Tagen, SVP-Nationalrat Lukas Reimann könnte hinter der Webseite stecken und so die bevorstehende Abstimmung um die erweiterte Personenfreizügigkeit beeinflussen. Reimann dementierte diesen Zusammenhang vehement. Laut Gäthke würden auch sonst keine wie auch immer gearteten politischen Gruppierungen aus Deutschland hinter der Webseite stecken.
«Inhalt von Drittperson»
Gäthke schiesst in seinem Video gegen die Schweizer Medien: «Es ist jedenfalls einzig und allein das fragwürdige Verdienst der Medien, diesen Sturm im Wasserglas entfesselt zu haben - ich habe dazu nichts beigetragen.» Dabei blendet Gäthke aber aus, dass die Medien ihn in den letzten Tagem mehrfach kontaktierten, um den Urheber zu eruieren - erfolglos. Gegenüber 20 Minuten Online sagte der dubiose Webseiten-Betreiber vor einer Woche: «Ich betreibe die Seite nur und bin nicht für den Inhalt verantwortlich.» Den Inhalt habe er von einer Drittperson erhalten. Die Quelle wollte er aber nicht preisgeben. Nun bezeichnet er plötzlich die Aufschaltung der dubiosen Webseite als «Studie». Eine doch eher erstaunliche Kehrtwende von Gäthke.
Welche Erkenntnisse er sich von der Aufschaltung erhoffte, bleibt zudem unklar. Sicher ist jedoch: Die Werbung auf der Seite dürfte Gäthke ein schönes Taschengeld eingebracht haben.
(amc/meg)


























