Ultimatum

15. März 2010 18:39; Akt: 16.03.2010 00:58 Print

Italien will Libyern Einreise ermöglichenItalien will Libyern Einreise ermöglichen

Italien hat in der Affäre Gaddafi den Ton verschärft: Falls es bis am 5. April keine Lösung gebe, sollen Libyer trotz Schweizer Visa-Nein in den Schengen-Raum reisen können. Bern gibt keinen Kommentar ab.

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Der Vorstoss im Streit um Schengen-Visa für libysche Bürger werde von seinem Land sowie Spanien, Portugal und Malta getragen und am kommenden EU- Aussenministerrat am 22. März vorgetragen, erklärte Italiens Aussenminister Franco Frattini am Montag nach einem Gespräch mit dem libyschen Regierungschef Baghdadi Ali al-Mahmoudi in Tripolis.

Die neue Regelung zur Erteilung von Schengen-Visa könne dann nach Ostern in Kraft treten. Sie sehe die Möglichkeit vor, Schengen-Visa auch nur für eine begrenzte Zahl von Ländern des Schengen-Raums zu erteilen, erläuterte Frattini gemäss der italienischen Nachrichtenagentur Ansa. Damit können libyschen Persönlichkeiten auch gegen das Nein der Schweiz Visa erteilt werden.

Beim Besuch des italienischen Aussenministers habe Libyen die «tiefe Beleidigung» seines Machthabers Muammar Gaddafi unterstrichen, indem die Schweiz 150 libysche Personen auf eine schwarze Liste gesetzt habe.

Kritik an der Schweiz erneuert

Frattini beharrte auf der Haltung, dass Bern damit die Schengen-Regeln für politische Zwecke missbrauche. Auch andere EU-Länder hatten eine «sehr weite» Interpretation der Regeln moniert, die eigentlich für Kriminelle und Terroristen gelten.

EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström hatte jedoch kürzlich erklärt, dass die Schweiz mit der Massnahme «korrekt» gehandelt habe. Das Aussendepartement in Bern wollte zu den Äusserungen von Frattini keine Stellungnahme abgeben.

Ein Thema beim Besuch war auch der in Libyen im Gefängnis einsitzende Schweizer Max Göldi. Frattini erklärte, dass sich Tripolis einer Lösung nicht widersetze. Das Dossier des seit 600 Tagen in Libyen festgehaltenen Schweizers werde von der libyschen Justiz ohne jegliche negative Vorurteile behandelt, erklärte er gemäss Ansa.

(sda)

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  • chris am 19.03.2010 08:45 Report Diesen Beitrag melden

    das...

    ...ganze ist ein richtiges Kasperlitheater!! Unglaublich!! Poitik ist schlimmer als jeder Kindergarten! Das Beweist diese ganze Affäre! Ich würde sogar sagen, Kindergärteler sind klügeer als die Politiker. Leider sind auch die Medien nicht besser. Schreibt doch einfach nichts mehr darüber! Dann interessiert es auch kenen mehr, und die Kindergärteler haben kein öffentliches Interesse mehr!

  • Pinnochio am 17.03.2010 10:56 Report Diesen Beitrag melden

    Muppet Show ?

    wer hat eigentlich noch Lust in dieser Muppet Show mitzumachen? soll die EU sich selber vernichten, der Pleitegeier wartet schon darauf...kündigen wir doch alle Verträge und geniessen unsere Werte wieder...

  • Wassilij am 16.03.2010 15:02 Report Diesen Beitrag melden

    an Wayne

    Hallo Wayne, leider hast du dich mit deinen Äusserungen auf das gleich tiefe Niveau begeben, wie der Herr aus Italien. Solche Leute und Kommentare sind nicht konstruktiv. Abgesehen davon ist es schleierhaft, das dein Beitrag publiziert wurde.