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Affäre Gaddafi
15. Februar 2011 09:19; Akt: 15.02.2011 09:36 Print
Kanadier soll Schiedsgericht präsidieren
Das Schiedsgericht, das die Gaddafi-Affäre beurteilen soll, wird laut libyschen Informationen vom Kanadier Philippe Kirsch angeführt. Die Schweiz will sich dazu nicht äussern.
Libyen hat sich nach eigenen Angaben mit der Schweiz auf einen Präsidenten des Schiedsgerichts geeinigt. Der kanadische Jurist Philippe Kirsch soll helfen, die diplomatischen Beziehungen zwischen den beiden Ländern wieder zu normalisieren.
Philippe Kirsch soll die Wogen glätten.(Bild: Keystone)
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Hans-Rudolf MerzGaddafi und die FrauenDes Diktators bunte Kleider
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Timeline: Die Affäre Gaddafi
Vertreter Libyens und der Schweiz hätten «beiderseits eingewilligt, den Kanadier Kirsch zum Präsidenten des Schiedsgerichts zu berufen», zitierte die Nachrichtenagentur Reuters am Montagabend das libysche Aussenministerium.
Schweiz bestätigt nicht
Von Schweizer Seite wurden die libyschen Angaben nicht bestätigt. Das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) äussere sich nicht zu Verfahrensfragen, hiess es beim EDA auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA.
Das Schiedsgericht soll die Umstände der Verhaftung von Hannibal Gaddafi, Sohn des libyschen Staatsführers Muammar al-Gaddafi, im Juli 2008 in Genf untersuchen. Ihm und seiner Frau wurde die Misshandlung zweier Hausangestellten vorgeworfen.
60 Tage für einen endgültigen Entscheid
Auf die Verhaftung Hannibals geht das Zerwürfnis zwischen der Schweiz und Libyen zurück, in dessen Verlauf die Geschäftsmänner Rachid Hamdani und Max Göldi in Tripolis festgehalten worden waren. Göldi kam erst Mitte Juni frei.
Sobald der Vorsitzende des Schiedsgerichts ernannt ist, hat das Tribunal laut dem Aktionsplan zur Normalisierung der bilateralen Beziehungen 60 Tage Zeit, um einen endgültigen Entscheid zu fällen.
(sda)


























