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Spanien vs. Italien
14. Juni 2010 13:06; Akt: 14.06.2010 13:15 Print
Wer hat Max Göldi befreit?
von Karin Leuthold - Seit Sonntagnacht befindet sich Max Göldi in Freiheit. Zwei Nationen streiten sich nun darum, wem er das zu verdanken hat.

Italien vs. Spanien: Zwei Ansichten von Göldis Befreiungsaktion. (Bildusriss von links nach rechts: Corriere della Sera, El Pais, La Repubblica)
«Berlusconi in Libyen, Max Göldi freigelassen», schreibt die italienische Zeitung «Corriere della Sera» am frühen Montagmorgen. Das begleitende Bild zeigt Ministerpräsident Silvio Berlusconi und den libyschen Machthaber Muammar Gaddafi lächeld und händeschüttelnd — bildhafter Beweis einer erfolgreichen Verhandlung. Titel und Bild zeigen deutlich, dass sich die Italiener die Befreiung Göldis ans Revers heften.
Bildstrecken Göldi zurück in der SchweizGaddafi besucht GöldiMax Göldi tritt seine Haftstrafe anPostkarten für Geiseln in LibyenDes Diktators bunte KleiderMuammar al-Gaddafi Infografik Timeline: Die Affäre Gaddafi VideoAuch die Berlusconi-kritische Tageszeitung «La Repubblica» sieht das ähnlich: Die Rolle des Premiers sei «entscheidend» gewesen, soll der libysche Premierminister Baghdadi Ali al-Mahmoudi gegenüber den Italienern behauptet haben. Er habe sich ausserdem «bei Italien für all die Bemühungen der letzten Monate» bedankt.
Wer hat Recht?
Überraschenderweise präsentiert die spanische Zeitung «El País» ihren Lesern eine ähnliche Nachricht. Nur, diesmal ist es dem eigenen Aussenminister Miguel Angel Moratinos zu verdanken, dass Göldi wieder nach Hause durfte. «Moratinos holt den Schweizer Unternehmer Göldi aus Libyen» titeln die Spanier. Der Artikel lobt die ausserordentliche Leistung des Aussenministers: Moratinos habe sichergestellt, dass Göldi im Flugzeug sass. Der Name Berlusconi wird an keiner Stelle erwähnt.
Wer hat Max Göldi nun wirklich befreit? Nun: Sowohl Berlusconi wie auch Moratinos waren bei den Verhandlungen der Schweizer Aussenministerin Micheline Calmy-Rey mit Muammar Gaddafi anwesend. Tatsache ist, dass Göldi mit einer Falcon 900 der spanischen Luftwaffe nach Zürich geflogen wurde.


























