Minen-Casanova

06. September 2010 15:56; Akt: 06.09.2010 16:24 Print

Zwei Ehefrauen warten auf diesen KumpelZwei Ehefrauen warten auf diesen Kumpel

von Karin Leuthold - Einer der verschütteten Bergleute in Chile sieht seiner Befreiung mit gemischten Gefühlen entgegen. Das Unglück fördert eine peinliche Geschichte zutage.

Bildstrecke im Grossformat »
Das Ende der Telenovela? Yonni Barrios wird nach seiner Rettung aus der Mine von seiner Freundin Susana Valenzuela umarmt. Sonderlich entspannt wirkte er nicht, als Susana «ihren» Freund immer wieder küssen wollte. Ist das letzte Kapitel noch nicht geschrieben? Das Liebesdrama um Yonni Barrios sorgte in Chile trotz der dramatischen Situation für ein wenig Heiterkeit. Denn auf den 50-Jährigen warteten zwei Frauen, die behaupteten, die Ehefrauen des Verschütteten zu sein. Der Fall flog auf, als die echte Frau Barrios dem chilenischen Fernsehen ein Interview gab. Zulema Barrios war den Medienleuten aufgefallen, nachdem sie am 23. August am Eingang zur Mine einen Altar für ihren Mann errichtet hatte. Auf einem Plakat mit seinem Bild und das ihrer Kinder, schrieb sie: «Kraft, Johny B. Ich passe auf dich auf, weil du auf mich aufpasst.» «Johny Barrios, ich werde immer bei dir sein, immer. Ich liebe dich, Chanita. Yonni Barrio Rosa hat 50 Jahre für die Mine gearbeitet. Sei stark, mein Chanito. Ich liebe dich, deine Chanita.» Der Konflikt entstand erst, als wenige Tage später eine gewisse Susana Valenzuela (links) auftauchte und von sich behauptete, die «Ehefrau» von Yonni Barrios zu sein. Bald war auch klar, wieso der gute Yonni in seinen Videobotschaften aus 700 Metern Tiefe immer in der Mehrzahl grüsste: «Ich möchte euch sagen, dass es mir gut geht und dass ich euch sehr vermisse. Ich wäre so gerne bei euch», sagte er jeweils. Die Frauen hörten bald von der Existenz der jeweils anderen. Beide behaupteten aber, nichts von Yonnis Doppelleben gewusst zu haben. Während «Chanita» nun fleissig den Medien ihre Liebesgeschichte erzählt und betont, dass sie vor 15 Jahren ihren «Chanito» ehelichte, ... ... erzählt Susana, wie sie Barrios an einem Weiterbildungskurs vor fünf Jahren traf.

  • Artikel per Mail weiterempfehlen
Zum Thema
Fehler gesehen?
Fehler beheben!
Senden

Das Liebesdrama um Yonni Barrios sorgt zurzeit in Chile trotz der dramatischen Situation für ein wenig Heiterkeit. Auf den 50-Jährigen warten gleich zwei Frauen, die beide von sich behaupten, mit dem Verschütteten verheiratet zu sein.

Der Fall flog auf, als Ehefrau Nummer eins dem chilenischen Fernsehen ein Interview gab. Zulema Barrios war den Medienleuten aufgefallen, nachdem sie am 23. August am Eingang zur Mine einen Altar für ihren Mann errichtet hatte. Auf einem Plakat mit seinem Bild und das ihrer Kinder, schrieb sie: «Kraft, Johny B. Ich passe auf dich auf, weil du auf mich aufpasst. Johny Barrios, ich werde immer bei dir sein, immer. Yonni Barrio Rosa hat 50 Jahre für die Mine gearbeitet. Sei stark, mein Chanito. Ich liebe dich, deine Chanita.»

Yonni hat mehr als nur eine «Chanita»

Der Konflikt entstand erst, als wenige Tage später eine gewisse Susana Valenzuela auftauchte und von sich behauptete, die «Ehefrau» von Yonni Barrios zu sein. Die Reporter rochen sofort den Braten und konnten sich auch plötzlich erklären, wieso der gute Yonni in seinen Videobotschaften aus 700 Metern Tiefe immer in der Mehrzahl grüsste: «Ich möchte euch sagen, dass es mir gut geht und dass ich euch sehr vermisse. Ich wäre so gerne bei euch», sagte er jeweils.

Die Frauen erfuhren erst jetzt von der Existenz der anderen, behaupteten aber prompt, nichts von Yonnis Doppelleben gewusst zu haben. Während «Chanita» nun fleissig den Medien ihre Liebesgeschichte erzählt und betont, dass sie vor 15 Jahren ihren «Chanito» ehelichte, erzählt Susana, wie sie Barrios an einem Weiterbildungskurs vor fünf Jahren traf.

Die Frauen halten sich fern voneinander. Doch in einem sind sie sich einig: Beide leiden mit ihrem Mann und möchten, dass er bald wieder bei ihnen ist. Das nächste Kapitel dieser lateinamerikanischen Telenovela wird spätestens am Tag der Bergung kommen. Dann wird sich Yonni für «seine Chanita» oder Susana entscheiden müssen.

Video: Yonni Barrios grüsst

Im Grossformat auf dem Videoportal Videoportal

Der TV-Player benötigt einen aktuellen Adobe Flash Player: Flash herunterladen

20min Login Facebook Connect
Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»

Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

  • Lory am 10.09.2010 08:23 Report Diesen Beitrag melden

    Der Nachname sagts:

    Eine Frau heisst zum Nachnamen Barrios, wie er, die andere nicht! also wenn er 2 Frauen hat, dann eine "richtige" Frau und eine Geliebte! Aber wie überall wo das Medienintresse gross ist, wollen sich gewisse Leute in den Vordergrund stellen.

  • F. Mauerbauer am 06.09.2010 19:33 Report Diesen Beitrag melden

    Ist wahrscheinlich eine Zeitungs-Ente ..

    ... ist es nicht interessant, wie man Leute mit diesen Geschichten beschäftigt halten kann?

  • Peschä am 06.09.2010 19:21 Report Diesen Beitrag melden

    Vielleicht hat ja eine Frau gar nie

    mit ihm zu tun gehabt - oder sie sind nur flüchtige Bekannte - und sie will sich jetzt wichtig machen und ein wenig Rampenlicht schnuppern. Vielleicht hat er auch ein Doppelleben geführt. Dann bin ich aber nicht sicher, ob dann zwei Ehefrauen auf ihn warten oder gar keine. Im Moment hat der Mann aber ein grösseres Problem, er muss jetzt erst mal gerettet werden.