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Hilfe für Minenarbeiter
01. September 2010 09:10; Akt: 01.09.2010 09:13 Print
NASA warnt vor falschen Hoffnungen
Gleich vier Nasa-Experten haben sich auf den Weg zur Mine in Chile gemacht. Derweil zeigt ein neues Video die Kumpel in sauberen Kleidern und frisch rasiert.
«Es ist wichtig, keine falschen Hoffnungen zu wecken und so ehrlich wie möglich zu sein», sagte NASA-Mediziner Michael Duncan am Dienstag vor Journalisten in Santiago de Chile. Auch Astronauten würden den genauen Tag für ihre Rückkehr auf die Erde nicht kennen, da sich ihr Einsatz im All beispielsweise durch technische Probleme immer wieder verzögern könne.
Bildstrecken Ein Blick in 700 Meter Tiefe Infografik Grubenunglück in ChileDuncan reiste mit drei weiteren NASA-Experten nach Chile, um die Rettungsarbeiten der 33 Bergleute vor Ort zu unterstützen. Am Mittwoch sollte das Team an der eingestürzten Gold- und Kupfermine San José am Rand von Copiapo in der Atacama-Wüste eintreffen.
Zu der Gruppe gehören zwei Mediziner, ein Psychologe und ein Ingenieur. Nach Angaben von Gesundheitsminister Jaime Mañalich soll der Psychologe den eingeschlossenen Kumpel Hilfestellungen in der isolierten Extremsituation unter Tage geben. Einer der Mediziner ist demnach auf Atemkrankheiten spezialisiert.
Promis könnten helfen
Aus medizinischer Sicht ist es demnach vorrangig, die Kalorienaufnahme zu erhöhen und für einen regelmässigen Schlafrhythmus zu sorgen. Auf Videos sei zu sehen, dass die Arbeiter stark an Gewicht verloren hätten. «Diese Bergleute haben eine enorme Stärke bewiesen, indem sie so lange ohne jeglichen Kontakt zur Aussenwelt überlebten», sagte Duncan, der die NASA-Delegation leitet. Nun gelte es zu vermeiden, dass sich bei den Verschütteten Hoffnungslosigkeit einstelle.
Der NASA-Experte empfahl, die Aussenkontakte zu intensivieren. So könnten Prominente eingeflogen werden oder auch Astronauten, die im All Erfahrung mit einer langen Zeit der Isolation gesammelt haben.
Neues Video veröffentlicht
Der NASA-Ingenieur soll bei Fragen der Kommunikation und der Beleuchtung in der Mine helfen. Die Bergleute sitzen seit einem Grubenunglück am 5. August im Bergwerk San José in der Atacama-Wüste fest. Es dauerte 17 Tage, bis die Einsatzkräfte Kontakt zu den Verschütteten hatten, die sich in einen Schutzraum in rund 700 Metern Tiefe flüchten konnten. Derzeit werden sie über drei schmale Röhren mit dem Nötigsten versorgt.
Das chilenische Fernsehen strahlte am Dienstag erneut ein Video der Arbeiter aus. Die Kumpel tragen darin saubere T-Shirts und sind frisch rasiert. Sie lächeln und winken in die Kamera und scheinen guter Dinge zu sein.
Video vom 31. August 2010:
(sda/dapd)



























