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Kumpel in Chile
07. September 2010 15:04; Akt: 08.09.2010 09:28 Print
Zahnschmerzen in 700 Metern Tiefe
Einer der seit mehr als einem Monat eingeschlossenen Minenarbeiter in Chile leidet unter starken Zahnschmerzen.
Bisher hätten die Behörden keine Möglichkeit gefunden, dem Mann zu helfen. Nur schmerzlindernde Tabletten und Antibiotika seien durch eine der engen Versorgungsröhren geschickt worden, berichtete das chilenische Fernsehen am Dienstag. Den Experten bereite die Situation des Kranken erhebliche Sorgen, weil bis zu einer Rettung der Männer voraussichtlich noch drei bis vier Monate vergehen könnten.
Bildstrecken Ein Blick in 700 Meter Tiefe Infografik Grubenunglück in ChileIn 3 Gruppen aufgeteilt
Die Männer seien für die Aktivitäten im Schutzraum in drei Gruppen von jeweils elf Arbeitern aufgeteilt, erklärte der chilenische Minister Laurance Goldborne. In jeder Gruppe hätten die Männer ganz spezifische Aufgaben erhalten. So ist Yonni Barrios der «Sanitäter», weil er als einziger über medizinische Kenntnisse verfügt. Mario Gomez hat dagegen die Stelle des «Seelenführers» eingenommen. Für die Dokumentation im Schutzraum sind Mario Sepulveda für das Videomaterial und Victor Segovia für die Texte zuständig.
Ein Siebtel erreicht
Die am Montag vergangener Woche begonnene erste Bohrung eines Rettungsschachtes ist inzwischen bei einer Tiefe von 100 Metern angelangt. Wenn diese zunächst nur enge Röhre bei den Eingeschlossenen angekommen ist, muss sie in einem zweiten Schritt von unten nach oben aufwärtsbohrend auf etwa 70 Zentimeter erweitert werden. Erst dann können die Verschütteten einer nach dem anderen in einer Rettungskapsel nach oben gezogen werden.
Seit Sonntag ist ein zweiter Bohrer im Einsatz, der schneller zu den Kumpeln vorstossen soll. Ein drittes, wesentlich grösseres Bohrgerät ist auf dem Weg zu der Mine San José in der Atacama-Wüste etwa 800 Kilometer nördlich der Hauptstadt Santiago.
(kle/sda)



























