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Chile
07. Oktober 2010 12:22; Akt: 07.10.2010 13:33 Print
Die Schutzbrillen sind da
Für die Rettung der seit zwei Monaten in einer Kupfermine in Chile eingeschlossenen Bergleute sind am Mittwoch spezielle Schutzbrillen eingetroffen.
Die Brillen sollen die Augen der Bergleute vor dem Sonnenlicht schützen, wenn sie nach der langen Zeit in der Dunkelheit wieder ans Tageslicht kommen, wie ein Sprecher der Lieferfirma sagte. Die Brillen wurden von einem US-Unternehmen gestiftet und kosten 450 Dollar pro Stück.
Bildstrecken Ein Blick in 700 Meter TiefeDie Hoffnung lebt auf einem Fetzen Papier Infografik Grubenunglück in Chile«Die Brillen entsprechen den medizinischen Anforderungen, um die Netzhaut der Minenarbeiter zu schützen», sagte der Direktor der örtlichen chilenischen Sicherheitsbehörde, Alejandro Pino. Da die Spezialbrillen das Licht filterten, könnten die Bergleute der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden.
Nur noch 110 Meter bis zum Ziel
Eine Verletzung der Augen zählt zu den medizinischen Risiken, die bei der Rettung der Bergleute und ihrer Rückkehr an die Oberfläche bestehen. Zudem sei mit möglichen Infektionen sowie posttraumatischen Stresssymptomen zu rechnen, hiess es.
Die Bergleute harren seit dem Einsturz der Kupfermine am 5. August in 700 Metern Tiefe aus. Zwar schreiten die Bohrungen zur Rettung voran, ein Datum für ihre Befreiung steht aber noch nicht fest.
Am Mittwoch war der Bohrer für den Rettungsschacht nur noch 110 Meter von einem 630 Meter tiefen Raum in der Mine entfernt, den die Kumpel erreichen können.
Angaben der vergangenen Tage zufolge soll die Bergung in der zweiten Oktoberhälfte erfolgen, andere rechnen gar mit einer Rettung am Wochenende. Die Bergleute sollen mit einer Rettungskapsel nach oben gebracht und sofort zur ärztlichen Behandlung in ein Spital eingeliefert werden.
(sda)



























