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Chile
11. September 2010 15:20; Akt: 12.09.2010 00:39 Print
Diebe stehlen wichtiges Bohrgerät
Rücksichtslose Unbekannte haben wichtige Teile einer der Bormaschinen gestohlen, die zur Rettung der Kumpel in Chile benötigt werden. Immerhin dürfen die Eingeschlossenen wieder rauchen.
Unbekannte Diebe habe am Bergwerk San José in Chile wichtiges Bohrgerät zur Rettung der 33 eingeschlossenen Minenarbeiter gestohlen. Die Metallteile wögen jeweils etwa 150 Kilogramm und seien zusammen etwa 60 Millionen Pesos (rund
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Familienangehörige, die seit Wochen am Bergwerk in einem Zeltlager campieren, stünden nicht im Verdacht, sagte der Polizist. Das Bohrzubehör sei in einem Teil der Mine gelagert gewesen, zu dem sie keinen Zugang hätten. Die Bohrarbeiten seien von dem Diebstahl in der Nacht auf Donnerstag nicht unmittelbar betroffen.
Der Bohrer Strata 950, der seit fast zwei Wochen im Einsatz ist, sei inzwischen auf einer Tiefe von 195 Meter angelangt, teilten die Ingenieure mit. Bei 300 Metern Tiefe müsse dieses Gerät jedoch eine Pause einlegen, um Veränderungen am Bohrkopf vornehmen zu können.
T-130 ruht weiter
Der zweite Bohrer vom Typ Schramm T-130 war am Samstagmorgen (Ortszeit) jedoch weiter lahmgelegt. Arbeiter versuchten mit einem starken Magneten, einen Teil des Bohrkopfes nach oben zu ziehen, der sich im Bohrloch verklemmt habe. Ein dritter, wesentlich grösserer Bohrer soll in etwa zwei Wochen einsatzbereit sein.
Zwei Zigaretten-Packungen pro Tag
Die Bergarbeiter harren seit dem 5. August in knapp 700 Metern Tiefe unter Tage aus. Damals stürzte die kleine Gold- und Kupfermine San José in Copiapo etwa 850 Kilometer nördlich der Hauptstadt Santiago ein. Den Verschütteten geht es den Umständen entsprechend weiter gut. Sie werden durch drei enge Röhren mit Nahrung, Wasser, Medikamenten, Kleidung und Nachrichten ihrer Angehörigen versorgt.
Unterdessen dürfen die Kumpel auch wieder rauchen. Es seien Verbesserungen in der Luftzufuhr erreicht worden, teilte Gouverneur Ximena Matas am Samstag mit. Die 33 eingeschlossenen Kumpel bekämen zwei Zigaretten-Packungen pro Tag. «Wir haben ihnen Zigaretten runtergeschickt. Einer von ihnen wird sie verteilen», sagte Matas.
Bisher erhielten die Männer Nikotinpflaster. Diese erzielten aber offenbar nicht bei allen Rauchern unter den Eingeschlossenen die erwünschte Wirkung.
(sda)




























