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Chile
15. Oktober 2010 06:19; Akt: 15.10.2010 11:41 Print
Erste Kumpel kehren zu ihren Familien zurück
Einen Tag nach ihrer Rettung sind die ersten drei der 33 geretteten Bergleute in Chile nach einem Krankenhausaufenthalt zu ihren Familien zurückgekehrt.
Die ersten drei aus der San-José-Mine geretteten Bergleute haben zu ihren Familien zurückkehren können. In einem abgedunkelten Fahrzeug verliessen sie begleitet von einem Blitzlichtgewitter am Donnerstagabend das Spital in Copiapó.
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Ein 69 Tage langer Albtraum im Zeitraffer
So werden die Männer aus der Mine gerettet
Die Namen der entlassenen Bergarbeiter wurden von offizieller Seite nicht genannt. Nach Angaben chilenischer Medien handelte es sich bei ihnen um den 52-jährigen Juan Illanes, den 34-jährigen Edison Pena und den 23 Jahre alten Bolivianer Carlos Mamani. Am Freitag und am Wochenende sollen noch weitere Kumpel nach Hause kommen.
Gruppenfoto mit dem Präsident
In Bademänteln des Krankenhauses posierten die Männer für ein Gruppenfoto mit Präsident Sebastián Piñera. Edison Pena war dann der Erste, der am Donnerstag von seinen Nachbarn mit Applaus begrüsst wurde. «Ich dachte, ich würde niemals zurückkehren», sagte er.
Nach ihrer spektakulären Rettung aus der Mine San José in der nordchilenischen Atacama-Wüste waren alle 33 Bergarbeiter medizinisch untersucht worden.
Drei Kumpel mussten sich am Donnerstag einer Zahn-Operation unterziehen, ein weiterer wurde wegen einer Lugenentzündung behandelt. Die Ärzte gingen davon aus, dass am Freitag weitere Kumpel zu ihren Familien zurückkehren können.
Ärzte sind überrascht
Die 33 Männer hatten das Martyrium unter Tage körperlich fast unversehrt überstanden. Die chilenischen Mediziner sagten, alle Bergleute seien «einem sehr hohen Stress-Level» ausgesetzt gewesen. Aber offensichtlich hätten sie die Belastungen gut weggesteckt.
«Niemand hat einen Schock», sagte ein Arzt im Krankenhaus in Copiapó. Dorthin waren die Kumpel gebracht worden. Die gute gesundheitliche Verfassung, in der sie sich befinden, sei eine Überraschung für das Ärzteteam. Experten gehen davon aus, dass die psychische Aufarbeitung Spätfolgen zeitigen könnte.
«Jobangebote» aus aller Welt
Die 33 Kumpel haben nach ihrer dramatischen Rettung inzwischen jede Menge Angebote aus fast aller Welt bekommen: Ein griechisches Bergbauunternehmen hat ihnen Erholung auf einer Insel in der Ägäis in Aussicht gestellt. Fussballclubs in Madrid, Manchester und Buenos Aires wollen sie in ihren Stadien sehen, und der bolivianische Präsident Evo Morales hat die Männer in seine Residenz eingeladen.
Die Minenarbeiter waren 69 Tage lang in mehr als 600 Metern Tiefe gefangen. Noch nie hatten Bergleute so lange unter Tage ausharren müssen. In einer beispiellosen Rettungsaktion waren sie innert weniger als 23 Stunden mit einer Kapsel an die Oberfläche gebracht worden.
(sda/dapd)



























