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Rettungsschacht fertig
12. Oktober 2010 14:01; Akt: 12.10.2010 21:32 Print
Fahrt in die Freiheit steht unmittelbar bevor
Die Rettung der 33 verschütteten Bergleute ist greifbar nahe: Am Mittwoch um 1.00 Uhr Schweizer Zeit soll die erste Rettungskapsel in die Tiefe hinabgelassen werden.
Welcher Kumpel wann ans Tageslicht geholt wird, steht bereits vor Beginn der Bergung genau fest. Der Inhalt der Liste bleibt allerdings geheim. Chiles Gesundheitsminister Jaime Manalich sagte, er habe die Reihenfolge den Bergleuten angekündigt: Zuerst kommen die geistig Fittesten, dann die Schwächsten und am Ende die körperlich Stärksten.
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Mit dabei in Chile
Vom Start der Rettungsaktion an berichtet 20 Minuten Online fortlaufend live, wie die Kumpels einer nach dem anderen mit einer speziellen Kapsel aus 624 Meter Tiefe an die Oberfläche gezogen werden.
Eine permanent aktualisierte Infografik zeigt den ganzen Tag über jeweils an, welcher der 33 Verschütteten bereits in Sicherheit ist. Ausserdem kann die gesamte Aktion via Live-Stream mitverfolgt werden: Von bangem Zittern bis hin zum enthusiastischen Jubel – hier können Sie das bewegende Ereignis hautnah miterleben.
Unter den Bergleuten herrsche Teamgeist und Solidarität, sagte Manalich. Einer der Kumpel habe nach der Ankündigung gesagt: «Sehr gut, Herr Minister, aber ich möchte gerne als Letzter raus.» Danach hätten andere darum gebeten, dass sie als Letzte gerettet würden.
Ja nicht als Erster
Allerdings hätten einige Kumpel auch einfach Angst, als Erste in der nur 53 Zentimeter breiten Rettungskapsel nach oben gezogen zu werden, berichteten Angehörige. Dario Segovia sei «sehr froh, aber sehr, sehr nervös», sagte sein Bruder vor den Medien. «Er will nicht der Erste sein, weil er Angst hat. Keiner will der Erste sein. Stell dir vor, 700 Meter nach oben zu fahren.»
Tatsächlich ist die Fahrt durch den dunklen Schacht nicht ganz ungefährlich: Die Kumpel werden eine Temperaturänderung von über 25 Grad Celsius innerhalb von 15 Minuten verkraften müssen. Ein Spezialanzug soll sie vor einem Kälteschock schützen.
Ausserdem könnten Steine aus der Schachtwand herausbrechen und in die Tiefe donnern - oder sich zwischen Kapsel und Felswand verklemmen. Der Schacht wurde nicht komplett bis in 624 Meter Tiefe mit Rohren ausgekleidet, sondern nur von oben an auf den ersten 100 Metern, auf denen der Schacht leicht gekrümmt ist.
(kle)



























