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Chilenische Unglücksmine
21. Oktober 2010 08:02; Akt: 21.10.2010 08:45 Print
Kumpel durften nicht flüchten
Die Kumpel haben schwere Vorwürfe gegen die Betreiber erhoben: Trotz verdächtiger Geräusche am Tag des Einsturzes wurde ihnen die Rückkehr ans Tageslicht verweigert.
Der chilenische Abgeordnete Carlos Vilches, der einer parlamentarischen Kommission zur Ermittlung der Unglücksursache angehört, hatte am Dienstag unter Berufung auf die Aussage eines Kumpels erklärt, die Arbeiter hätten wegen ungewöhnlich lauter Geräusche die Verantwortlichen gebeten, die Mine verlassen zu dürfen.
Bildstrecken Ein Blick in 700 Meter Tiefe - die letzten BilderDer Letzte soll das Licht ausschalten«Willkommen im Leben»Zahlen und Fakten zur BergungDies sei ihnen jedoch drei Stunden vor dem Einsturz des Stollens am 5. August verweigert worden. Die 33 Bergleute waren nach 69 Tagen unter der Erde vor einer Woche in einer Rettungskapsel an die Erdoberfläche zurückgeholt worden. Mehrere Bergarbeiter klagen nun gegen San Esteban auf Schadenersatz.
Betreiber weisen Vorwürfe zurück
Kein Kumpel oder Schichtleiter habe gegenüber den Verantwortlichen «irgendeine Sorge über ungewöhnliche Geräusche oder Explosionen» geäussert, hiess es am Mittwoch in einer Erklärung der Firma San Esteban, von der die Mine San José betrieben worden war. Ausserdem sei zu keiner Zeit die Bitte vorgebracht worden, die Mine wegen eines mutmasslichen Risikos verlassen zu dürfen.
(sda)



























