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Rettung
04. Oktober 2010 12:20; Akt: 04.10.2010 18:30 Print
Nach der Grube auch noch in den Container
In zwei Wochen könnten die 33 verschütteten Bergarbeiter geborgen sein. Dennoch werden sie so schnell noch nicht frei sein.
Die lange Lastwagenkolonne näherte sich am Samstag durch die staubige Strasse und wurde von den Angehörigen der 33 verschütteten Minenarbeiter unter Jubelgeschrei und Klatschen empfangen. Die Ankunft der Container bedeutet für sie, dass die Bergungsarbeiten plangemäss voran kommen und dass sich das Ende der Bergungsaktion nähert.
Bildstrecken Ein Blick in 700 Meter TiefeDie Hoffnung lebt auf einem Fetzen Papier Infografik Grubenunglück in ChileDie Container wurden rund um Campamento Esperanza aufgestellt. Es ist vorgesehen, dass jeder gerettete Arbeiter direkt von der Rettungskapsel in einen solchen Container während den ersten Stunden untergebracht werden. Dort sollen sie in sehr kleinem Rahmen ihre Verwandten begrüssen dürfen. Die Container werden dabei dunkel gehalten, um die Augen der seit über drei Monate unter Tage lebende Männer zu schützen.
Die Liste steht noch nicht bereit
Die Container verfügen über eine Dusche, Betten und eine Entspannungszone. Die eingebaute Klimaanlage soll sie Raumtemperatur stabil halten. Der zusätzlich Container dient als Untersuchungszimmer. Hier werden die Männer medizinisch betreut, bevor sie per Helikopter in das nächste Spital für eine gründlichere Untersuchung geflogen werden. Dafür stellt die chilenische Luftwaffe mehrere Helikopter zu Verfügung. In den Spitälern rund um Copiapó sind bereits Betten für die Kumpels reserviert.
Noch ist nicht bekannt, in welcher Reihenfolge die Verschütteten die Mine verlassen sollen. Obwohl das Ärzteteam behauptet, dass alle 33 Verschütteten bei guter Gesundheit sind, wird eine fixe Liste aufgrund ihrer körperlichen und psychologischen Verfassung erstellt: «Erst die Geschicktesten, dann die Schwächsten, dann die Stärksten», erklärte Rettungsarzt Jorge Diaz bereits vor einer Woche.
Rettungskapsel Fenix funktioniert wie erwartet
Die chilenische Marina befasst sich inzwischen mit dem Stahlbehälter «Fenix», mit dem die Eingeschlossenen an die Oberfläche gezogen werden sollen. Während der Bohrer für Wartungsarbeiten ruht, werden erste Tests mit den zwölf Meter langen Röhren gemacht. Diese sollen später die Schachtwände über die gesamte Länge abstützen.
Ein definitives Datum für die Bergung will die chilenische Regierung immer noch nicht bekannt geben. «Wir müssen auf alle möglichen technischen Unwägbarkeiten eingestellt sein», sagte Bergbauminister Laurence Golborne vor versammelten Journalisten. Es sei noch nicht einmal klar, welche Bohrung als erste bereit stehen wird. Die letzten verfügbaren Daten gaben an, dass Plan A am weitesten ist: Der Bohrer Strata 950 hatte 548 von 703 Metern erreicht, während der T-130 vom Plan B 333 von 630 Metern gebohrt hatte und RIG 421 Meter von insgesamt 597. Doch Plan C bohrt zurzeit am schnellsten.
(kle)




























