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Mineur berichtet
21. Oktober 2010 16:54; Akt: 21.10.2010 16:55 Print
Von der Todesangst unter Tage
Eigentlich hatten die 33 Kumpel abgemacht, dass sie nicht über die Erlebnisse anderer reden würden. Doch einer hat nun den Pakt gebrochen.
Der als «Schriftsteller» unter den 33 Bergleuten von Chile bekannt gewordene Bergmann Victor Segovia hat im «Stern» die Verzweiflung der Männer während ihrer Gefangenschaft unter Tage geschildert: «Immer wieder hat irgend einer geweint. Auch ich», sagte er.
Bildstrecken Der Letzte soll das Licht ausschaltenEin Blick in 700 Meter Tiefe - die letzten Bilder«Willkommen im Leben»«Die Jungen haben sich noch besser gehalten als wir Alten. Vielleicht auch, weil wir ja besser wussten, was uns drohen könnte», sagte der 48-Jährige dem deutschen Magazin. In den ersten Minuten nach dem Einsturz ihrer Grube habe keiner ein Wort gesagt.
Urzua war nicht der Chef
Erst nach zwei Tagen hätten sich die Männer aufgemacht, die Mine zu erkunden und einen Ausgang zu suchen. «Es war aussichtslos. Irgendwann stand man wieder vor einer Wand aus Fels.»
In der Gruppe habe sich dann schnell eine Hierarchie gebildet. Schichtleiter Luiz Urzua habe allerdings die meiste Zeit geschwiegen. Die Chefrolle habe der 40-jährige Mario Sepulveda übernommen. «Wir alle waren froh, dass da überhaupt jemand die Initiative übernommen hat», sagte Segovia.
Wer bekommt Segovias Tagebuch?
Er selbst habe ziemlich früh angefangen, sein Tagebuch zu führen. Hoffnung auf eine Rettung habe er dabei wenig gehabt. «Ich habe fest daran geglaubt, dass ich sterben werde. Und ich habe mir gewünscht, dass es einfach so im Schlaf passiert.»
Um Segovias Tagebuch über die 69-tägige Gefangenschaft reissen sich dem Bericht zufolge gleich mehrere Verlage.
(sda)



























