Rätselraten in Chile

12. Oktober 2010 11:30; Akt: 12.10.2010 12:27 Print

Was verbirgt sich hinter der Zahl 33?Was verbirgt sich hinter der Zahl 33?

Im chilenischen Grubendrama gibt die Zahl 33 vielen der ohnehin zu Wunderglauben neigenden Menschen ein Rätsel auf.

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Für die Männer wurden grüne Massanzüge mit Reflektoren angefertigt. Sie sind hauteng und atmungsaktiv. Darunter sollen die Bergleute schweissabsorbierende Shirts tragen. Zudem sollen sie warme Handschuhe und Sicherheitsschuhe anziehen und eine Mütze und einen Helm aufsetzen. An den Füssen tragen die Kumpels spezielle Schuhe mit Stahlkappe und Gummisohle. Zur medizinischen Überwachung sollen sich die Minenarbeiter einen Hightech-Gürtel anschnallen, bevor sie in die Kapsel steigen. Der Gürtel checkt die Herzfrequenz, Blutdruck, Puls, Sauerstoffzufuhr und Atmung der Bergleute. Damit die Augen nach wochenlangem Dämmerlicht unter der Erde im grellen Licht an der Oberfläche nicht geschädigt werden, sollen die Bergleute spezielle Sonnenbrillen tragen, die UV-Strahlen blockieren. Drei Tunnels wurden gleichzeitig mit drei verschiedenen Bohrern gegraben. Schliesslich gelang es dem T-130, auch Plan B genannt, als erster zu den Kumpel durchzudringen. Der Schacht misst knappe 66 Zentimeter. Einige Kumpel wurden daher gezwungen, abzunehmen. Zur Bergung sollen drei kameraüberwachte Kapseln gesenkt werden, in denen die Bergleute auch mit den Rettern an der Oberfläche kommunizieren können. Der Aufzug an die Oberfläche dauert ungefähr 15 Minuten. Es wird erwartet, dass diese auf ihrem Weg an die Oberfläche insbesondere in Kurven zehn bis zwölf Mal rotiert. Um den Rettungsschacht wurden 34 Container aufgestellt, in denen die Kumpel die ersten zwei Stunden nach der Bergung verbringen werden. Den Bergleuten stehen fünf Helikopter der chilenischen Armada zur Verfügung, die sie nach der ersten Begegnung mit ihren Angehörigen in ein Spital fliegen werden. Zwei Nächte sollen die Kumpel im Spital von Copiapó verbringen. Erst nach einer gründlichen Untersuchung werden sie entlassen. An der ganzen Rettungsoperation waren schätzungsweise 500 Personen beteiligt. Zwischen 1500 und 2000 Journalisten von lokalen und internationalen Medien sind nach Copiapó gereist, um das Ereignis zu verfolgen. Die gesamte Rettungsaktion dürfte die chilenische Regierung 10 Millionen Franken gekostet haben. Jeder Kumpel darf aus dem Schutzraum eine gewisse Anzahl Objekte mitnehmen. Auch Steine aus 700 Metern Tiefe.

Zahlen und Fakten zur Bergungsaktion.

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Die Zahl taucht im Zusammenhang mit den seit gut zwei Monaten verschütteten Männern immer wieder auf: Es sind 33 Eingeschlossene und der Bohrer vom Typ Schramm brauchte 33 Tage für die Bohrung eines Rettungsschachts. Gerettet werden sollen die Männer ab diesem Mittwoch, dem 13. Oktober 2010, was die Menschen rund um das Bergwerk ebenfalls zu 33 addieren.

Und die weltberühmte Botschaft «Estamos bien en el refugio los 33» (Wir 33 im Schutzraum sind wohlauf), mit der die Kumpel 17 Tage nach dem Unglück erstmals auf sich aufmerksam machen konnten, besteht einschliesslich Leerzeichen ebenfalls aus 33 Zeichen.

Viele der Angehörigen sind fest davon überzeugt, dass dies kein Zufall sein kann. Vielmehr sehen sie darin ein weiteres Zeichen dafür, dass bei der hoffentlich glücklichen Rettung der Männer eine höhere Macht mit im Spiel ist.

(sda)