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Wunder von Haiti
09. Februar 2010 10:08; Akt: 09.02.2010 11:33 Print
27 Tage unter Schutt und Staub
Knapp vier Wochen nach dem verheerenden Erdbeben ist am Montag ein Überlebender aus den Trümmern eines eingestürzten Gebäudes in Port-au-Prince geborgen worden. Ob der 28-Jährige tatsächlich seit dem 12. Januar unter dem Schutt begraben lag, ist derzeit noch unklar.
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Wie der US-Sender CNN berichtet, sei am Montag ein junger Mann in den Trümmern eines verschütteten Marktes in Haitis Hauptstadt Port-au-Prince gefunden worden. Familienangehörige hätten ihn zu einer von der Universitätsklinik Miami betriebenen Notfallstation gebracht. Die genauen Umstände seiner Rettung und ob er tatsächlich seit dem verheerenden Beben vor vier Wochen unter dem Schutt begraben lag, waren zunächst unklar.
Ärzte halten es für möglich
Der Arzt Mike Connelly von der Universität Miami hält es allerdings für möglich, dass der 28-Jährige so lange überlebt habe, da er angab, immer wieder mit Wasser versorgt worden zu sein. Wie und von wem der Mann in seinem Trümmerverlies von aussen mit Flüssigkeit versorgt wurde, liess sich zunächst nicht klären. Aber Zugang zu Wasser müsse er gehabt haben, so Connelly. Sonst hätte er nicht überlebt.
Trotzdem sei er bei seiner Ankunft in der Notfallstation stark ausgetrocknet und unterernährt gewesen. «Er ist abgemagert und hat offene, eiternde Wunden an beiden Füssen», erklärte Connelly. Ansonsten habe er aber keine schweren äusseren Verletzungen erlitten. Der Mann mache aber einen sehr verwirrten Eindruck und glaube zeitweise, noch immer unter den Trümmern zu liegen, erzählte der Arzt dem US-Sender.
Reserven schnell verbraucht
Ein Mensch kann nur etwa drei Tage überleben, ohne zu trinken. Dann wird es kritisch. Die Gefahr zu verdursten, steigt dramatisch. Essen ist weniger wichtig - bis zu drei Wochen ohne Nahrung sind für gut Ernährte meist ungefährlich.
Bei Unglücken wie Erdbeben werden körpereigene Reserven allerdings oft schneller aufgebraucht, weil Angst und Panik den Stoffwechsel ankurbeln können.
Dennoch haben Verschüttete mehrfach tage- oder sogar wochenlang unter Trümmern überlebt. Eine pakistanische Frau hielt es nach einem Erdbeben im Oktober 2005 dank Essensresten und Regenwasser mehr als zwei Monate unter Trümmern aus.
In Haiti war am 27. Januar eine 16-Jährige Haitianerin von einem französischen Rettungsteam lebend aus den Trümmern eines eingestürzten Wohnhauses in Port-au-Prince geborgen worden. Nach Schätzungen der haitianischen Regierung kamen bei dem 7,0-Beben mehr als
(kle/sda)


























