Nationaler Sammeltag

22. Januar 2010 00:05; Akt: 22.01.2010 06:23 Print

Schweiz sammelt über 20 Millionen FrankenSchweiz sammelt über 20 Millionen Franken

20 828 008 Franken an Spendenzusagen für die Menschen in Haiti sind am nationalen Sammeltag bei der Glückskette eingegangen. Glücksketten-Sprecher Roland Jeanneret zeigte sich sehr zufrieden über den Verlauf des Spendetags.

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«Der ganz grosse Betrag kommt zustande durch ganz viele kleine und grosse Spenden», sagte Jeanneret gegenüber der Nachrichtenagentur AP. Der führende Schweizer Autohändler Amag, die Post sowie die Migros spendeten je eine Million Franken. Mehrere Betriebe, Städte und Kantone unterstützen die Sammlung mit mehreren 10 000 bis mehreren 100 000 Franken. Die «Spanisch-Brötli-Bahn» spendete ihre Tageseinnahmen für Haiti.

Andere, darunter auch viele Kinder, griffen auf kreative Ideen zurück, um einen Beitrag spenden zu können. So verkauften sechsjährige Kinder Bastelarbeiten und selbst gesammelte Muscheln und Schneckenhäuser, ein zehnjähriges Mädchen veräusserte seine Playmobil-Spielsachen, Schulklassen wuschen Autos, buken und führten Hunde aus: alles zugunsten der Glückskette. Erwachsene verzichteten auf geplante Reisen oder Einkäufe und zahlten das Geld stattdessen der Glückskette ein. Ein Bauer spendete den Erlös aus dem Verkauf einer Kuh.

Zusammen mit den bereits vor dem Sammeltag eingegangenen Spenden beläuft sich das vorläufige Resultat damit auf 25 228 008 Franken. Erfahrungsgemäss sind die tatsächlich eintreffenden Spenden meist höher als die telefonischen Zusagen, so dass das Ergebnis noch weiter steigen dürfte.

Telfonleitungen ständig besetzt

Die 120 Telefonleitungen seien praktisch immer besetzt gewesen. Am Nachmittag nahmen auch Nationalratspräsidentin Pascale Bruderer und Bundesrätin Micheline Calmy-Rey im Radiostudio DRS in Bern während einer halben Stunde Spendeanrufe entgegen. Die Aussenministerin habe mehr als 2000 Franken eingenommen, sagte Jeanneret.

Persönliche Betroffenheit

Im Vergleich mit anderen nationalen Sammeltagen drückten die Spenderinnen und Spender am Telefon vermehrt ihre persönliche Betroffenheit die Lage in Haiti aus aus. Auch Spendenzusagen per Fax seien häufig mit einer persönlichen Zeichnung versehen.

Dabei komme eine gewisse Dankbarkeit über die Lebensqualität in der Schweiz zum Ausdruck: «Ich mache das, weil es uns hier so gut geht», begründeten laut Jeanneret viele Anrufer ihre Spende.

Grösster Teil für Wiederaufbau

10 bis 15 Prozent der Spenden werde für Soforthilfe eingesetzt, 70 bis 80 Prozent für den Wiederaufbau. Hinzu kommen 10 bis 15 Prozent für spätere, nachhaltige Hilfe. Dies seien der letzten 10 Jahren, sagte Jeanneret.

Der Spendeaufruf für Haiti erfolgt in Zusammenarbeit mit 16 Partnerhilfswerken. Dazu gehören unter anderem das Schweizerische Rote Kreuz (SRK), das Hilfswerk der Evangelischen Kirchen Schweiz (HEKS) sowie Ärzte ohne Grenzen (MSF).


Der Kontostand hat sich während des Tages stündlich um etwa eine Million vergrössert:

24.00 Uhr: 20 828 008 Franken

23.00 Uhr: 19 735 890 Franken

21.00 Uhr: 15 701 830 Franken

20.00 Uhr: 14 699 601 Franken

19.00 Uhr: 12 851 775 Franken

18.00 Uhr: 11 563 905 Franken

17.00 Uhr: 10 912 523 Franken

16.00 Uhr: 9 216 082 Franken

15.00 Uhr: 8 375 293 Franken

14.30 Uhr: 7 732 571 Franken

13.00 Uhr: 7 036 680 Franken

12.11 Uhr: 6 377 465 Franken

11.07 Uhr: 5 464 799 Franken

10.20 Uhr: 4 608 488 Franken

9.00 Uhr: 3 694 975 Franken

8.00 Uhr: 1 994 567 Franken

(amc/aeg/sda/dapd)

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  • Armer am 22.01.2010 12:40 Report Diesen Beitrag melden

    Lügen

    Arme Schweizer, ihr glaubt immer noch ans Christkind. Es ist doch eine Tatsache, dass aus 10 Toten 100, aus 100 werden 1000 und aus 1000 werden 10000 gemacht (Presse). Diese Reihe lässt sich beliebeig fortsetzen. Ein Unglück mit möglichst vielen Toten kurbelt die Spendenwelle ungemein an. Zum Glück fallen nicht mehr alle daruf herein aber leider immer noch viel zuviele.

    • Dante am 22.01.2010 20:04 Report Diesen Beitrag melden

      Arm sind diejenigen

      die sich offensichtlich zu nur noch in einer virtuellen Welt befinden. Erdbeben sind keine Videogames wo die Menschen nach dem Knall wieder aufwachen und man wieder von vorne beginnen kann.

    einklappen einklappen
  • Alice am 22.01.2010 09:45 Report Diesen Beitrag melden

    Karma

    Liebe Nörgler, schon in der Bibel steht "helfe deinem nächsten"! Damit ist nicht nur der Nachbar gemeint! der Schweiz geht es gewiss gut genug!! Jeder der solchen "seich" von sich gibt wie "die sollen sich selber helfen" wird irgendwann die Rechnung für diese Ignoranz und Herzlosigkeit kassieren!! Aber hey, geht hin und schaut euch an was da gerade passiert..! Meine Schwester ist dort und ich weis von was ich rede, die Haitianer schuften 24h am Tag, seit ihr alle Blind oder Blöd?? Unglaubilch die Ignoranz einer der reichsten Nationen weltweit!! Ihr seit sooo arm!!!

  • ich am 22.01.2010 09:35 Report Diesen Beitrag melden

    cool

    die Alleinerziehende mutter ist lustig... :-D typisch Schweiz