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Beben in Haiti
31. Mai 2011 08:38; Akt: 31.05.2011 08:42 Print
Bericht zieht Zahl der Opfer in Zweifel
von Trenton Daniel, ap - Ein US-Bericht schätzt, dass Haiti nach dem verheerenden Beben die Zahl der Todesopfer um das Vier- bis Siebenfache zu hoch veranschlagt hat. Wegen seiner Brisanz bleibt der Bericht noch unveröffentlicht.
Haiti ein Jahr nach dem grossen Beben.
Bei dem verheerenden Erdbeben in Haiti im vergangenen Jahr sind laut einem von der US-Regierung in Auftrag gegeben Bericht weitaus weniger Menschen ums Leben gekommen und obdachlos geworden als bislang angenommen. Die Zahl der Todesopfer liege schätzungsweise zwischen
Die Unterlagen, die in Kopie der Nachrichtenagentur AP zugingen, wurden von einer Consultingfirma für die US-Entwicklungshilfe-Behörde USAID erstellt. Öffentlich gemacht würden sie erst, wenn interne Widersprüche geklärt seien, erklärte eine Sprecherin des Aussenministeriums, Preeti Shah, am Montag. Ob sich die Ergebnisse durch die Überprüfung deutlich verändern könnten, sagte sie nicht.
Der Bericht beruht auf statistischen Stichproben aus einem von dem Erdbeben besonders schwer getroffenen Teil der Hauptstadt Port-au-Prince. Befragt wurden dafür im Januar Menschen in knapp 5200 Haushalten.
Halb so viel Schutt wie zunächst angenommen
Demnach wurden nach der Katastrophe schätzungsweise
In dem US-Bericht heisst es ausserdem, durch das Erdbeben sei nicht einmal halb so viel Schutt entstanden wie zunächst angenommen. Das Ingenieurkorps der US-Streitkräfte hatte das Ausmass der Trümmer auf etwa 20 Millionen Kubikmeter geschätzt.
Büro von Exministerpräsident hält an eigenen Zahlen fest
Die dramatischen Opferzahlen und das Ausmass der Zerstörung hatten eine Milliardenunterstützung für Haiti zur Folge. Allein bei einer Geberkonferenz der Vereinten Nationen im März vergangenen Jahres wurden 5,5 Milliarden Dollar zugesagt. Allerdings waren zur von der haitianischen Regierung genannten Zahl der Todesopfer schon in den Tagen nach den Beben kritische Stimmen laut geworden.
Das Büro des damaligen haitianischen Präsidenten Jean-Max Bellerive, dem die AP einen Bericht des US-Reports zusandte, erklärte, man stehe weiter zu den im vergangenen Jahr veröffentlichten Zahlen. Eine Hochrechnung wie in den neuen Unterlagen sei «kaum schlüssig», sagte Bellerives Beraterin Alice Blanchet.



























