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Haiti
10. Februar 2011 09:02; Akt: 10.02.2011 09:15 Print
USA wollen «Erzieher» Aristide nicht
von Bradley Klapper, dapd - Die angekündigte Rückkehr von Haitis Ex-Präsident Jean-Bertrand Aristide findet in den USA keinen Anklang. Aristide hat seine Pläne aber schon gemacht.
Die USA haben sich gegen eine Rückkehr des früheren haitianischen Staatschefs Jean-Bertrand Aristide in seine Heimat vor der Stichwahl um das Präsidentenamt im März ausgesprochen. Das wäre eine «bedauerliche Ablenkung» für die Wähler, erklärte Aussenministeriumssprecher P. J. Crowley am Mittwoch. Zwar seien die USA nicht über etwaige Reisepläne von Aristide im Bilde, sie seien jedoch entschieden gegen jegliche Störung, die zur Uneinigkeit während des Wahlprozesses führen könnte.
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Die Spekulationen um eine baldige Rückkehr Aristides waren erneut angefacht worden, nachdem Haiti ihm einen Diplomatenpass ausgestellt hatte. Aristides amerikanischer Anwalt hatte das Dokument am Dienstag in der haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince abgeholt.
Abgesetzt, aber beliebt
Aristide, ein ehemaliger Priester und erster demokratisch gewählter haitianischer Präsident, war 2004 abgesetzt und an Bord eines US-Flugzeugs ausser Landes gebracht worden. Er lebt im Exil in Südafrika, erfreut sich jedoch in seiner Heimat weiter grosser Beliebtheit als Held der Armen.
Seine Partei Fanmi Lavalas hatte stets die Rückkehr Aristides gefordert. Die haitianischen Behörden hatten jedoch immer wieder das Fehlen eines gültigen Ausweises als Hinderungsgrund angeführt. Sie verwiesen darauf, dass Aristide diesen nicht für die Einreise nach Haiti, wohl aber für die Durchreise durch andere Länder benötigen dürfte.
Aristide will als Erzieher helfen
Seine Partei Fanmi Lavalas war von der Teilnahme der jüngsten Wahl ausgeschlossen, inklusive der Präsidentschaftswahlen im vergangenen November. Nachdem es Streit um das Ergebnis gegeben hatte, wurde erst kürzlich ein Termin für die Stichwahl am 20. März festgesetzt.
Aristide kann daran nicht teilnehmen. Er wolle das auch gar nicht, hat er mitgeteilt. Vielmehr wolle er seiner von einem Erdbeben verwüsteten karibischen Heimat als Erzieher helfen.



























