Geistiges Handgepäck

03. Februar 2009 09:04; Akt: 03.02.2009 10:25 Print

Todestag der MusikTodestag der Musik

Heute, am 3. Februar 2009, stirbt die Musik zum 50. Mal. Wissen Sie, warum das so ist?

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Die Absturzstelle. Hier kamen am 3. Februar die Musiker Buddy Holly, Ritchie Valens und J.P. «Big Bopper» Richardson ums Leben. Auch der Pilot Roger Peterson hat nicht überlebt. (Bild: Keystone/AP Photo/Mason City Globe-Gazette/Elwin Musser)

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Heute vor 50 Jahren, am 3. Februar 1959, kamen die drei Musiker Buddy Holly, Ritchie Valens und Jiles Perry Richardson («The Big Bopper») bei einem Flugzeugabsturz ums leben.

Buddy Holly, der berühmteste der drei, hatte gerade mal zwei Jahre Zeit, um Meilensteine in der Musik zu setzen. Er war erst 22 Jahre alt, als er starb.

Mit Titel wie «Peggy Sue» oder «That'll Be The Day» hat sich der Gitarrist, Sänger und Songwriter in den Rock'n'Roll-Annalen verewigt. Von ihm stammt das inzwischen übliche Format einer Rock-Band: Zwei Gitarren, Bass und Schlagzeug.

Buddy Holly mit «Peggy Sue», 1958:

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In einer Würdigung für den Texaner heisst es: «Obwohl er nicht die Erotik von Elvis Presley ausstrahlte, gab er mit seiner grossen Hornbrille und der Hiccup-Stimme doch eine mitreissende, charismatische Figur ab».

Zahlreiche Ehrenbezeugungen

Buddy Hollys Musik inspirierte Bob Dylan, die Beatles und viele seiner Zeitgenossen, die Hollies bekannten sich offen als Hollys Bewunderer und lehnten ihren Namen an seinen an.

Den Rolling Stones glückte mit Hollys Song «Not Fade Away» der erste grosse Hit im eigenen Land. Kein Wunder also, dass die Ehrenbezeugungen für den viel zu früh Gestorbenen nicht abrissen. Die US-Post gab eine Briefmarke mit seinem Porträt heraus. Hollywood brachte die «Buddy Holly Story» in die Kinos.

Paul McCartney erwarb die Rechte für den kompletten Katalog von Hollys Songs und gründete zum 40. Geburtstag seines Idols die «Buddy Holly Week» als jährliches Ereignis. Vor zehn Jahren richtete Hollys Heimatstadt Lubbock ein Museum zu Ehren ihres berühmten Sohnes ein.

Antrag beim ersten Date

Der Musiker mit der leicht kieksenden Stimme war am 7. September 1936 in Lubbock zur Welt gekommen und hatte schon in ganz jungen Jahren Gitarre, Klavier und Fiedel spielen gelernt.

Nach Abschluss der High School gründet er eine Country Band, die regelmässig im örtlichen Radiosender zu hören ist und die Konzerte bekannter Interpreten in Lubbock einleitet, unter ihnen auch Elvis. Am 25. Februar 1957 zeichnet Holly mit seiner Band, jetzt die Crickets genannt, «That'll Be The Day» auf.

Die Single schafft es bis an die Spitze der Pop-Hitliste und auf Platz 2 der R&B-Charts. Von August 1957 bis August 1958 gelingen Holly und den Crickets sieben weitere Top-40-Hits.

Zwei Monate später, im Oktober 1958, trennt sich Holly von der Band, zieht ins New Yorker Künstlerviertel Greenwich Village und heiratet Maria Elena Santiago, der er gleich beim ersten Date einen Antrag gemacht hatte.

In ein Feld abgestürzt

Widerwillig, aber weil knapp bei Kasse, schliesst er sich einer Tournee durch den Mittleren Westen an, der Winter Dance Party. Nach einem Auftritt in Clear Lake im US-Bundesstaat Iowa heuert Holly zusammen mit zwei Kollegen, Ritchie Valens und Big Bopper, einen Piloten an, um einer langen Busfahrt zu entgehen.

Am 3. Februar 1959, kurz nach Mitternacht, stürzt das Flugzeug in einem Feld ab. Niemand an Bord überlebt. Am 9. März wird die letzte Aufnahme des Rock'n'Roll-Pioniers und Wegbereiters der Pop-Musik veröffentlicht: «It Doesn't Matter Anymore».

Über Buddy Holly wurden nach seinem Tod viele Lieder geschrieben, unter anderem von Die Ärzte «Buddy Hollys Brille», von Eddie Cochran «Three Stars», von Mike Berry «Tribute To Buddy Holly», von Alvin Stardust «Feel like Buddy Holly», von Bernd Begemann «Buddy, nimm lieber den Bus», von Weezer «Buddy Holly» und American Pie von Don McLean:

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(lue)

(sda)