25. März 2007 15:43; Akt: 06.08.2008 15:38 Print

Schatt el-Arab: Grenzfluss als SpannungsherdSchatt el-Arab: Grenzfluss als Spannungsherd

Der Schatt el-Arab, der gemeinsame Mündungsstrom von Euphrat und Tigris, bildet die Grenze zwischen dem Irak und dem Iran. Der Fluss mündet hinter der irakischen Hafenstadt Basra in den Persischen Golf.

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Das 200 Kilometer lange Gewässer, das die Iraker Schatt el-Arab und die Iraner Arwand nennen, bot wiederholt Anlass für Spannungen zwischen den Nachbarländern. Der Irak beanspruchte lange Zeit die gesamte Wasserstrasse für sich.

Bis 1975 gehörte der gesamte Fluss an der iranischen Grenze zum Irak. Damals einigte man sich auf die Mitte des Flusses als internationale Grenze. 1980 kündigte der Irak den Vertrag.

Differenzen zwischen Bagdad und Teheran über Gebietsansprüche und Schifffahrtsrechte auf dem Fluss waren wichtige Ursachen des Iran-Irak-Krieges von 1980 bis 1988.

Nach Kriegsbeginn verbrannte der damalige irakische Machthaber Saddam Hussein den Vetrag vor laufenden Fernsehkameras. Erst nach dem ersten Golfkrieg von 1990 erkannte er die Grenzziehung wieder an.

Im Schatt el-Arab befindet sich die Halbinsel Fao, die von grosser strategischer Bedeutung ist. Das schmale Landstück am Schatt el-Arab ist für den Irak der einzige Zugang zum Meer.

Der seit 1951 ausgebaute Hafen von Fao ist zugleich einziger Ölhafen des Iraks und Endpunkt der südirakischen Ölpipeline. Die Halbinsel war im Iran-Irak-Krieg heftig umkämpft.

(sda)