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08. August 2007 23:15; Akt: 08.08.2007 20:25 Print
Schlamassel im Irak: USA fordern Hilfe der Uno an
Der Irak versinkt immer tiefer im blutigen Chaos. Jetzt rufen die USA ausgerechnet die Uno um Hilfe, über die sie sich lange hinweggesetzt hatten – für Experten ein durchschaubares Manöver.
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Der Irak am Abgrund
Das Blutvergiessen im Zweistromland nimmt kein Ende: Gestern haben US-Soldaten in Bagdad 32 Menschen getötet. Die Aktion richtete sich gegen schiitische Aufständische. Nach irakischen Polizeiangaben sind auch neun Zivilisten unter den Opfern, darunter Frauen und Kinder.
Trauerzug mit Särgen in Bagdad nach einem tödlichen US-Angriff.(Keystone)
Angesichts der ausweglosen Situation soll es jetzt die Uno richten. Die Briten und Amerikaner haben gestern im Uno-Sicherheitsrat die Vereinten Nationen um «eine stärkere Rolle» im Irak gebeten. Die Uno hätte im Vergleich mit den Amerikanern «Vorteile in der Vermittlung». Im Klartext: Die USA haben ihre Position als Verhandlungsmacht bei den irakischen Gruppen verspielt.
Kurt R. Spillmann, Ex-ETH-Professor für Sicherheitspolitik, hält den Richtungswechsel für ein billiges Manöver: «Jetzt, wo die USA so tief im Sumpf stecken, reichen sie den schwarzen Peter weiter.» Lange hätten sich die Amerikaner über alle lustig gemacht, die Gedanken über die Nachkriegsordnung hegten. Für den Irak sieht er schwarz: «Die Situation ist verfahren. Ein Uno-Einsatz wäre höchstens Schadensbegrenzung.» Trotzdem sei der Appell ein Beweis für die Notwendigkeit der Uno.
(raf)


























