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29. Dezember 2007 20:33; Akt: 29.12.2007 21:41 Print
Bin Laden will Palästina von den Juden befreien
Der Anführer des Terrornetzwerks Al Kaida, Osama bin Laden, hat sich in einer neuen Botschaft an seine Anhänger gewandt. Zudem drohte er Anschläge in Israel an.
«Ich möchte unserem Volk in Palästina versichern, dass wir unseren Dschihad dort ausweiten werden», sagte Bin Laden in einer Audiobotschaft, die am Samstag im Internet veröffentlicht wurde.
«Wir haben die Absicht, Palästina zu befreien, das gesamte Palästina vom Fluss (Jordan) bis zum Meer», erklärte Bin Laden weiter und drohte ein Blutvergiessen an. Man werde keinen Zentimeter Land an Juden abtreten, wie andere muslimische Führer dies getan hätten. Bin Laden und andere Al-Kaida-Führer haben in ihren Botschaften bereits mehrfach angekündigt, die Palästinenser zu unterstützen. Die neuen Äusserungen Bin Ladens waren jedoch deutlich schärfer formuliert als sonst.
Im Mittelpunkt der 56 Minuten langen Rede stand der Irak. Bin Laden warnte die Sunniten dort, die Al Kaida zu bekämpfen oder sich der Regierung anzuschliessen. «Die schlimmsten Verräter sind die, die ihre Religion für ihr sterbliches Leben verkaufen», erklärte er. Bin Laden bezog sich damit offenbar auf sunnitische Stämme in der Provinz Anbar im Westen des Iraks, die gemeinsam Aufständische bekämpfen. Er verurteilte den sunnitischen Klanchef Abdul Sattar Abu Rischa, der im Kampf gegen die Extremisten mit den USA zusammenarbeitete. Er wurde bei einem Bombenanschlag im September getötet.
Die amerikanischen und irakischen Behörden versuchten, eine Regierung der nationalen Einheit aus Sunniten, Schiiten und Kurden zu bilden, erklärte Bin Laden weiter. «Unsere Pflicht ist es, diese Pläne zu vereiteln, weil sie die Errichtung eines islamischen Staates im Irak verhindern könnten, der eine Mauer des Widerstands gegen die amerikanische Pläne zur Teilung des Iraks wäre.»
Die Echtheit des Bands konnte von unabhängiger Seite zunächst nicht bestätigt werden. Die Stimme ähnelte jedoch der Bin Ladens. Die Botschaft erschien auf einer Website von Islamisten. Es war das fünfte Mal in diesem Jahr, dass Bin Laden sich an die Öffentlichkeit wandte. Anfang September hatte er sich erstmals seit fast drei Jahren wieder in einem Video gezeigt.
(dapd)


























