Blackwater

04. September 2010 09:04; Akt: 04.09.2010 09:15 Print

Bewarb sich Söldnertruppe getarnt?Bewarb sich Söldnertruppe getarnt?

Die Söldnerfirma Blackwater hat möglicherweise ein Netz von Tarnfirmen errichtet, um so weiterhin an Aufträge der US-Regierung zu gelangen.

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Hat Blackwater versucht mit Tarnfirmen an lukrative Aufträge zu kommen? Im Bild: Blackwater-Söldner in Zivilkleidung kämpfen an der Seite von amerikanischen und spanischen Soldaten, um eine Stellung zu verteidigen gegen Anhänger des schiitischen Predigers Mukdada Sadr in Bagdad, 4. April 2004. (Bild: Keystone)

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Die US-Sicherheitsfirma Blackwater Worldwide hatte laut einem Bericht der «New York Times» ein Netz von 30 Strohfirmen eingerichtet, nachdem das Unternehmen wegen des Vorgehens seiner Mitarbeiter im Irak in die Kritik geraten war. Der Vorsitzende des Streitkräfteausschusses des US-Senats, Senator Carl Levin, hat dem Bericht auf der Website der Zeitung zufolge das Justizministerium aufgefordert, zu prüfen, ob Blackwater die Regierung getäuscht hat, als das Unternehmen versuchte, über die Strohfirmen an millionenschwere staatliche Aufträge zu kommen. Einige sollen in ausländischen Steueroasen eingerichtet worden sein.

Gegen Blackwater, das inzwischen Xe Services heisst, waren strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet worden, nachdem Mitarbeiter im Irak 17 Zivilisten erschossen hatten. Danach verlor das Unternehmen einen lukrativen Auftrag des US-Aussenministeriums. Dem Bericht zufolge sollen mindestens drei der Strohfirmen für das US-Militär und den Geheimdienst CIA gearbeitet haben. Auch erst kürzlich bekam das Unternehmen wieder einen 100-Millionen-Dollar des CIA für Afghanistan.

(dapd)