Ihre Story, Ihre Informationen, Ihr Hinweis?
feedback@20minuten.ch 
Gefangene im Irak
13. September 2010 07:23; Akt: 13.09.2010 09:18 Print
Ohne Anklage eingesperrt
Willkür und Brutalität: So beschreibt ein Amnesty-Experte die Situation der Gefangenen im Irak. Sie würden systematisch gefoltert. Auch die USA werden scharf kritisiert.

Die Zustände in irakischen Gefängnissen, hhier in Al-Muthanna, sind laut Amnesty International verheerend. (Bild: Keystone)
-
Todesstrafe: Vier Mal mehr Hinrichtungen im Irak
-
Irak: London untersucht neue Foltervorwürfe
-
Abu Ghraib: Was macht eigentlich die «Folterhexe»?
-
Verhörmethoden: Neue Folter-Fotos werden veröffentlicht
-
Die Schande von Abu Ghraib: Folterknast soll wieder geöffnet werden
- Dossiers
-
Irak: Konflikt im Zweistromland
In irakischen Gefängnissen sind nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Amnesty International etwa
Laut Jürgensen droht den etwa
In dem Amnesty-Bericht sind Aussagen von Häftlingen und ehemaligen Gefängnisinsassen dokumentiert: Demnach werden Gefangene mit Stromkabeln geschlagen, stundenlang an Gliedmassen aufgehängt und mit Stromstössen und Bohrmaschinen traktiert. Es komme immer wieder vor, dass Häftlinge an Misshandlungen sterben. Hunderte Urteile, darunter auch Todesurteile, fussten auf unter Folter erzwungenen Geständnissen, hiess es. Viele Häftlinge sässen jahrelang im Gefängnis ohne ein Verfahren, hätten kaum Kontakt zur Familie oder Zugang zu einem Anwalt.
Jürgensen kritisierte, dass trotz Beweisen in den vergangenen Jahren «kaum ein Folterer zur Rechenschaft gezogen» worden sei. Häufig seien auch willkürliche Festnahmen aufgrund von Falschinformationen, die zu jahrelanger Haft in Geheimgefängnissen führten. Erzwungene Geständnisse würden vor Gericht als Beweise zugelassen. Auf diese Weise seien auch schon Todesurteile ergangen und Hinrichtungen erfolgt.
USA am Pranger
«Irakische Sicherheitskräfte verletzen systematisch die Rechte der Häftlinge», sagte Malcolm Smart, der bei Amnesty für den Mittleren Osten und Nordafrika zuständig ist. Besonders die amerikanischen Behörden wurden in dem 59-seitigen Bericht kritisiert: Seit Mitte 2007 hätten US-Einheiten rund
(sda/dapd)


























