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Womöglich erstmals
15. November 2009 19:41; Akt: 15.11.2009 20:11 Print
Frau von Ahmadinedschad ergreift das Wort
Die Frau des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad hat sich am Sonntag bei einem Forum in Rom gezeigt und offenbar erstmals öffentlich das Wort ergriffen. Zuhause in Teheran ist unterdessen ein weiterer Mann wegen Protesten gegen die Wahl Ahmadinedschads zum Tod verurteilt worden.

Asam al Sada Farahi, die Frau des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad am Uno-Forum gegen Hunger in Rom. (Bild: Keystone)
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Politisches System des Iran
Asam al Sada Farahi war mit einem schwarzen Tschador bis auf Augen, Nase und Mund verhüllt und sprach unerwartet von ihrem Platz aus, wie FAO-Sprecher Christopher Matthews sagte. Der italienischen Nachrichtenagentur ANSA zufolge beschrieb sie den Iran als positives Beispiel im Kampf gegen den Hunger.
Das auf religiösen Lehren basierende System des Landes garantiere allen Familien Lebensmittel, wurde Ahmadinedschads Frau zitiert. Der Sender Sky TG24 berichtete, Farahi habe ausserdem das Leid hungernder palästinensischer Kinder im Gazastreifen gegeisselt.
Ihr Auftritt am Vorabend des dreitägigen UN-Gipfels zur Bekämpfung des Hungers war einer ihrer ersten in der Öffentlichkeit. Eingeladen waren die Partner der Staats- und Regierungschefs, die ihre Länder bei der UN-Konferenz vertreten. Geleitet wurde das Forum von Suzanne Mubarak, der First Lady Ägyptens.
Todesurteil wegen Protesten gegen Wahl
Ein iranisches Revolutionsgericht hat laut einer Menschenrechtsorganisation erneut einen Mann wegen der Proteste nach der umstrittenen Präsidentschaftswahl zum Tode verurteilt. Resa Chademi sei zudem die Mitgliedschaft in einer oppositionellen Gruppierung angelastet worden.
Dies teilte das Komitee von Menschenrechtsreportern am Sonntag auf ihrer Internetseite mit. Damit seien nun bereits fünf Menschen wegen der Unruhen nach der Wahl im Juni zum Tode verurteilt worden.
Nach den Wahlen waren im Iran die schwersten Unruhen seit der Islamischen Revolution 1979 ausgebrochen. Die Regierung wies Vorwürfe der Wahlfälschung zurück und ging hart gegen die Demonstranten vor.
Mehrere Menschen kamen bei den Unruhen ums Leben, Tausende wurden festgenommen. Die meisten von ihnen sind mittlerweile wieder auf freiem Fuss, mehr als 100 Menschen wurden jedoch vor Gericht gestellt. Einige sind bereits zu langjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Die Opposition hat die Verfahren kritisiert.
(sda/dapd)


























