Iran

28. Dezember 2010 06:49; Akt: 28.12.2010 14:34 Print

Angeblicher Mossad-Spion hingerichtet

Im Iran ist ein mutmasslicher Spion des israelischen Geheimdienstes gehenkt worden. Die Todesstrafe sei im berüchtigten Ewin-Gefängnis vollstreckt worden.

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Ali Akbar Siadati ist zum Tode verurteilt worden, weil er für den Mossad gearbeitet habe. Das berichtete die amtliche iranische Nachrichtenagentur IRNA unter Berufung auf die Teheraner Generalstaatsanwaltschaft.

Das Urteil wurde in einem Berufungsprozess bestätigt. Der Iraner sei 2008 festgenommen und beschuldigt worden, Informationen über die militärischen Kapazitäten Irans an Israel weitergegeben zu haben, berichtete IRNA. Der Verurteilte habe Kontakt mit einer israelischen Botschaft unterhalten und sich in der Türkei, in Thailand und den Niederlanden mit Verbindungsleuten getroffen. Er gab demnach zu, Informationen über iranische Militärstützpunkte, Militärübungen und Rüstungsgüter «an die Feinde» weitergegeben zu haben.

Im Gegenzug habe er 60 000 Dollar erhalten und sei mit einem Computer und anderen Ausrüstungsgegenständen ausgestattet worden. Er wurde den Angaben zufolge 2008 festgenommen, als er gerade mit seiner Frau das Land habe verlassen wollen.

Weiterer Angeklagte verurteilt

Ein zweiter Gefangener wurde hingerichtet, weil er mit einer «terroristischen» Oppositionsgruppe zusammengearbeitet haben soll. Er habe frühere Mitglieder der militanten Volksmudschaheddin bei staatsfeindlichen Aktivitäten unterstützt, hiess es. Iran stuft die Gruppe als Terrororganisation ein und macht sie für mehrere Mordanschläge auf hochrangige Politiker verantwortlich.

Der Iran wirft Israel immer wieder feindliche Akte wie Spionage vor. Ende November machte Teheran Israel sowie Grossbritannien und die USA für die Anschläge auf zwei iranische Atomforscher verantwortlich, bei denen einer der beiden Wissenschaftler starb.

(sda/ap)