Jugend-Kriminalstatistik

04. November 2010 10:48; Akt: 04.11.2010 11:27 Print

Mehr Drogen, weniger GewaltMehr Drogen, weniger Gewalt

Die Zahl der Jugendstrafurteile ist im letzten Jahr auf über 15000 gestiegen. Vier Fünftel der Täter sind Männer, 32 Prozent der Taten wurden von Ausländern begangen.

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2009 wurden mehr Jugendliche wegen Drogenkonsums verurteilt.

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2009 wurden 2,8 Prozent mehr Jugendliche als im Jahr zuvor straffällig, die Gesamtzahl der Jugendstrafurteile stieg von 14 651 auf 15 064. Dies geht aus den neusten Daten zur Jugend-Kriminalität des Bundesamts für Statistik hervor. 2005 und 2006 waren jeweils knapp 14 000 Strafurteile gegen Jugendliche ergangen, 1999 12 000.

Diebstahl und Drogenkonsum sind die häufigsten Straftaten. Die Verurteilungen wegen Drogenkonsums nahmen 2008/09 um fast 14 Prozent zu, jene wegen Gewaltdelikten gingen dagegen um 3,6 Prozent zurück.

Vier von fünf verurteilten Jugendlichen sind Männer. Nur ein knappes Viertel ist unter 15 Jahre alt. 68 Prozent der Verurteilten sind Schweizer.

Jugendliche werden zumeist zu persönlichen Leistungen verurteilt oder erhalten Verweise. Die Rückfallrate ist, für die analysierbaren Jahre, seit drei Jahren stabil und liegt bei etwas über 30 Prozent.

Auch mehr Verurteilungen von Erwachsenen

Auch bei den Erwachsenen nahm die Zahl der Verurteilungen 2008/09 leicht zu - um 1,7 Prozent auf 95 574. 2005 hatte sie bei 85 605 gelegen. Der Anstieg geht insbesondere auf vermehrte Aburteilungen wegen Verstössen gegen das Ausländergesetz zurück, sie nahmen 2008/09 um 17 Prozent zu.

Wie bereits in den letzten zwei Jahren beobachtet werden konnte, werden bedingte Strafen seit der Revision des Sanktionenrechts häufiger als früher mit einer unbedingten Busse verbunden. Die Rückfallraten schwanken seit mehreren Jahren zwischen 23 und 25 Prozent, im Vergleich zu 30 Prozent zu Beginn der 1990er Jahre.

(sda)