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Fall Kachelmann
30. Juli 2010 20:40; Akt: 31.07.2010 10:20 Print
Kachelmann bricht das Schweigen
Einen Tag nach seiner Freilassung hat Jörg Kachelmann erste Interviews gegeben. Unter anderem sagte er: «Dieser Albtraum ist für mich noch nicht zu Ende.»
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Unter Verdacht
Jörg Kachelmann gab am Freitag erstmals nach seiner Haftentlassung Fernseh-Interviews. In der ARD-Sendung «Brisant» bejahte er die Frage, ob er beim Prozess erscheinen wird. Aufgrund seines Wissens, dass er unschuldig sei, habe er keinen Grund, sich diesem zu entziehen oder fernzubleiben, sagte der Schweizer, der früher auch in Kanada gelebt hat.
Die herzliche Umarmung zum Abschied von seinem «Stockwerksbeamten» in der Mannheimer Untersuchungshaft erklärte Kachelmann damit, dass dieser «mehr als ein Kumpel» für ihn geworden sei. Unter den Männern auf seinem Stockwerk habe «wechselseitiger Respekt» geherrscht, «das war sehr wichtig», erklärte Kachelmann. «Wie man in den Wald hineinruft», so werde man auch behandelt, habe er gelernt. Am Donnerstagabend soll Kachelmann seine Freilassung mit Freunden in Köln gefeiert haben.
«Dieser Albtraum ist für mich noch nicht zu Ende»
«Ich bin natürlich sehr erleichtert», sagte er in einem Interview, das BILD.de ausstrahlt. Auf die Frage, was er jetzt als nächstes vorhabe, antwortete Kachelmann: «Es gilt jetzt, die Hauptverhandlung vorzubereiten. Dieser Albtraum ist für mich noch nicht zu Ende. Und ich wünsche mir, dass er bald zu Ende geht und sich meine Unschuld in sämtlichen Gremien der deutschen Justiz durchsetzt.»
Am Sonntagabend diskutiert Anne Will das Thema in ihrer Sendung. «Der Fall Kachelmann - Justiz-Alltag oder Promi-Pranger?» lautet der Titel der Sendung um 21.45 Uhr im Ersten. Als Gäste eingeladen sind laut ARD die Publizistin Alice Schwarzer, die Gerichtsreporterin Gisela Friedrichsen, der Medienberater und Ex-»Bild»-Chefredakteur Hans-Hermann Tiedje und der ehemalige Leiter der Berliner Staatsanwaltschaft, Hansjürgen Karge.
(dapd)


























