TV-Star im Knast

26. April 2010 10:51; Akt: 26.04.2010 11:20 Print

Pastateller sollen Kachelmann überführenPastateller sollen Kachelmann überführen

Die Staatsanwaltschaft sammelt weiter Beweise gegen Jörg Kachelmann: Nach einem Messer hat die Polizei nun auch Pastateller beschlagnahmt.

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Nach gut viereinhalb Monaten in U-Haft wird Jörg Kachelmann am 29. Juli 2010 aus der U-Haft entlassen. Mindestens bis zum Prozess im September ist er ein freier Mann. Am 24. März wurde Kachelmann dem Haftrichter in Mannheim vorgeführt. Nach seiner Aussage vor dem Amtsgericht Mannheim wurde der TV-Star in die Justizvollzugsanstalt zurück gebracht. Seither sitzt er in U-Haft. Damals sahen die Richter keinen Grund, den Wettermann auf freien Fuss zu setzen. Kachelmann wird vorgeworfen, seine Freundin mit einem Messer bedroht und vergewaltigt zu haben. Kachelmann bestreitet die gegen ihn erhobenen Vorwürfe. Über seinen Anwalt lässt er ausrichten,m sie seien «frei erfunden». Der Wetterfrosch war am Samstag, 20. März 2010, auf dem Flughafen Frankfurt verhaftet worden. Er kam gerade aus Vancouver zurück, wo er für die ARD zusammen mit Marcus Wasmeier, Katharina Witt und Peter Schlickenrieder (v.l.) von den Olympischen Spielen berichtete. Der 51-jährige Wetterfrosch, der sich seine Kenntnisse der Meteorologie autodidaktisch angeeignet hat, präsentierte 1997 in Wallisellen ZH seinen eigenen TV-Wetterkanal. Seine Karriere bei der ARD hatte er 1990 als «Weatherman» beim Radiosender SWF 3 (inzwischen SWR) gestartet. Kachelmann schaffte es in Deutschland bis ins Unterhaltungs-Fernsehen. Im Mai 1998 trat er erstmals als Moderator der Quizsendung «Einer wird gewinnen» auf. Mit Hans-Joachim Kulenkampff hatte er einen berühmten Vorgänger. Kachelmann gilt als wortgewandt - und als einer, der kein Blatt vor den Mund nimmt.

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Über einen Monat sitzt Jörg Kachelmann wegen der mutmasslichen Vergewaltigung seiner Freundin Sabine W. in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft hat noch keine Anklage erhoben, weil die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen sind, wie Staatsanwalt Andreas Grossmann betont. Die Ermittlungsbehörden versuchen, die Tatnacht möglicht genau zu rekonstruieren und dabei die Angaben der beiden einzigen Zeugen zu überprüfen: vom mutmasslichen Opfer Sabine W. und dem mutmasslichen Täter Jörg Kachelmann. Für Kachelmann wird es aber langsam eng. Eine Anklage rückt näher, wie das deutsche Nachrichtenmagazin «Focus» berichtet.

Nach dem vergangene Woche sichergestellten Messer mit der DNA und den Fingerabdrücken von Jörg Kachelmann hat die Polizei nun weitere Beweise sichergestellt: Die Ermittler beschlagnahmten Pastateller aus der Wohnung von Sabine W. Von dem Geschirr soll das Paar vor seinem Streit Spaghetti gegessen haben. «Für die Zubereitung und den Verzehr des Essens kann das Messer eigentlich keine Rolle gespielt haben», berichtet der Focus und stützt sich auf Informationen aus dem Kreis der Ermittler.

Anklage soll «in wenigen Wochen erhoben werden»

Sabine W. hatte den Ermittlern zu Protokoll gegeben, dass sie von Jörg Kachelmann mit einem Messer bedroht und zum Geschlechtsverkehr gezwungen worden sei. Jörg Kachelmann streitet alles ab: «Ich bin unschuldig.» Die objektive Spurenlage in der Dachgeschoss-Wohnung des mutmasslichen Opfers deckt sich gemäss Ermittlern in wesentlichen Punkten «nur mit einer der beiden Aussagen». Wessen Aussage es ist, könnte sich bald entscheiden: Gemäss «Focus» soll «in wenigen Wochen Anklage gegen Kachelmann erhoben werden, vielleicht schon im Mai».

(amc)

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  • reinhard schumann am 19.05.2010 10:39 Report Diesen Beitrag melden

    lewinsky lässt grüßen

    olaf krausenbaum hat recht. wie,im fall lewinsky, werden teile aufbewart,die eigentlich im moment der angeblichen tat keine rolle spielen. die frau hatte doch einen riesen schock,oder irre ich da?.das nun angebliche geliebte auftauchen ist doch im sinne der anklage. man mengt immer mehr zusammen und dann ergibt sich ein bild des lüstlings.möchte nicht wissen,wie viel,,ehrbare bürger" auch diesen weg gehen ,nur diese sind nicht verdächtigt jemanden vergewaltigt zu haben.

  • Alfredo Jakob am 15.05.2010 18:18 Report Diesen Beitrag melden

    Tipp der Woche

    In Zukunft wäre es wohl klüger, etwas mehr auf Qualität, denn Quantität zu achten. Gilt nicht nur für Kachelmann, auch der Staatsanwaltschaft könnte eventuell profitieren, gelle!

  • Alfredo di Stefano am 30.04.2010 17:45 Report Diesen Beitrag melden

    Die Anklage sollte vielleicht mal

    über Dichtung und Wahrheit nachdenken, ehrlich! Ich meinerseits war auch nicht untätig und habe über den Amtsschimmel nachgedacht, da bin ich zum Schluss gekommen, dass dessen Vorfahren das Licht der Welt vielleicht als Esel erblickten.