Hund abgestochen

25. Juni 2009 16:35; Akt: 28.07.2009 12:34 Print

Es war NotwehrEs war Notwehr

Der junge Thurgauer, der vor rund einem Jahr in Winterthur einen Kampfhund niederstach, muss nicht vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft hat das Verfahren eingestellt.

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Der Fall sorgte vor rund einem Jahr schweizweit für Aufsehen: Zwei American Staffordshire Terrier greifen mitten in Winterthur den Golden Retriever einer 18-jährigen Frau an. Der Kampfhundrüde Lucky verbeisst sich in den Goldie und lässt nicht mehr los, trotz Tritten, Schreien und sogar Hammerschlägen von einem der herbeigeeilten Helfer. Als die junge Frau im Gemenge stürzt, greift einer der Helfer, ein 20-jähriger Thurgauer, zum Messer und sticht auf den Rüden ein. «Ich befürchtete, der Hund würde die junge Frau angreifen», sagte er damals gegenüber den Medien. Kampfhund Lucky starb später im Tierspital.

Silbermedaille für Lebensretter erhalten

Kurz darauf reichte Luckys Besitzer Klage gegen den Thurgauer ein. Jetzt ist aber klar: Es wird zu keiner Gerichtsverhandlung kommen. Gemäss dem «Landbote» hat die Staatsanwaltschaft Winterthur Unterland das Verfahren gegen den jungen Thurgauer eingestellt. Der Anwalt des 20-Jährigen hatte argumentiert, sein Mandant habe in einer Notstandssituation gehandelt. Der Retter in der Not hat für sein unerschrockenes Handeln mittlerweile auch die Silbermedaille der Carnegie-Stiftung für Lebensretter erhalten.

Zweiter Kampfhund wird eingeschläfert

Der Besitzer der Kampfhunde, die an jenem 6. Juni 2008 in seiner Abwesenheit aus dem Wohnhaus ausgebrochen waren, hat mittlerweile auch seinen zweiten Hund definitiv verloren. Das Verwaltungsgericht hat vor Kurzem bestätigt, dass Kampfhund Candy eingeschläfert werden soll.

(ann)