Ein Unfall mit Schlauchbooten der Armee auf der Kander im Berner Oberland hat am 12. Juni 2008 mehrere Todesopfer gefordert.
Der für den Militärunfall auf der Kander verurteilte Hauptmann zieht das Urteil nicht weiter. Das Militärgericht hatte ihn vergangene Woche in Thun zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 18 Monaten verurteilt und seinen Ausschluss aus der Armee verfügt.
Adrian Müller, Thun - Das Militärgericht in Thun hat den Kander-Kadi zu 18 Monaten bedingt verurteilt und aus der Armee ausgeschlossen. Das Gericht setzte die Strafe deutlich höher an als die von der Anklage geforderten 10 Monate bedingt. Y.M. nahm das Urteil mit versteinerter Miene zur Kenntnis.
Adrian Müller, Thun - Nach dem ersten Tag im Kander-Prozess ist die Beweislage gegen den Hauptmann Y.M. erdrückend. Er selbst kann sich das Unglück noch immer nicht erklären – und bringt keine Entschuldigung über die Lippen.
Adrian Müller, Thun - Der Kommandant Y.M. hatte heute Morgen noch einmal das Wort vor dem Militärgericht in Thun. «Ich bedaure das Ganze zutiefst», sagte er. Eine Entschuldigung liess er aber nicht folgen. Die Angehörigen der tödlich verunfallten Soldaten sind vom Kander-Kadi enttäuscht - aber auch vom milden Strafantrag.
Adrian Müller, Thun - Der Kommandant Y.M. wurde am Nachmittag zum Kander-Unglück befragt. Auf die Frage nach seinen Fehlern antwortete er ausweichend. Andere Fragen lösten bei ihm Kopfschütteln aus. Dem Tod kam auch er nur knapp davon.
Adrian Müller, Thun - Y.M. muss sich über ein Jahr nach dem Kander-Drama vor dem Militärgericht in Thun verantworten. Fünf Personen kamen ums Leben. Die Überlebenden überstanden den Todeskampf nur mit Glück. Doch eine Entschuldigung kam dem Kadi nicht über die Lippen.
Die Suche nach dem letzten Vermissten des Bootsunglücks in der Kander geht unvermindert weiter. Die Suchmannschaften wurden noch einmal aufgestockt.
Adrian Müller, Gregor Patorski - Armee-Chef Roland Nef informierte heute über die Konsequenzen aus dem Kander-Drama. Luftwaffenchef Walter Knutti muss die Konsequenzen ziehen und zurücktreten. Grund: Beförderungen in der Armee wurden nicht regelkonform durchgeführt.
Nach dem tödlichen Bootsunglück auf der Kander zieht die Armee Konsequenzen: Übungen ohne direkten Bezug zum Auftrag sind ab sofort verboten.
Ein Militärunfall auf dem Fluss Kander im Berner Oberland hat am 12. Juni 2008 mehrere Opfer gefordert.
Daniel Huber - Das Bergdrama an der Jungfrau 2007 und der Bootsunfall auf der Kander 2008 trafen die Schweizer Armee schwer. Die Reihe der schlimmsten Armeeunfälle seit dem Krieg begann 1946 mit einem Donnerschlag.
Allen Schlagzeilen zum Trotz: Im Militär passieren laut einer Suva-Statistik weniger Unfälle als im Berufs- und Privatleben. Vor allem auf dem Bau lebt sichs deutlich gefährlicher.
Das Unglück vom 12. Juni ist nicht der erste Militärunfall, der sich auf der Kander ereignet hat: Bereits im August 1943 kam ein Armeeangehöriger an fast derselben Stelle bei einem Bootsunfall ums Leben.
Tina Fassbind - Die Schlauchboote, mit denen die Armeeangehörigen auf der Kander verunglückt sind, waren für diesen Einsatz nicht geeignet. Dies sagt ein Leser von 20 Minuten Online, der bereits einmal mit einem solchen Boot einen Fluss queren wollte.
Nach dem tragischen Bootsunglück auf der Kander, bei dem vermutlich fünf Soldaten ihr Leben liessen, melden sich immer mehr Leser bei 20 Minuten Online. Die Geschehnisse rufen böse Erinnerungen an ihren eigenen Militärdienst wach.
Beim Bergunglück im Jungfraugebiet mit sechs Todesopfern vom 12. Juli 2007 handelt es sich um den schwersten Unfall der Armee der vergangenen Jahre.
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Laurina Waltersperger - Die europäischen Top-Fussballklubs haben im vergangenen Jahr Rekordumsätze erzielt – allen voran Real Madrid. Schweizer Teams sind dagegen weit abgeschlagen.
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