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Klimagipfel
18. Dezember 2009 12:58; Akt: 18.12.2009 14:57 Print
«Die Zeit zum Reden ist vorbei»
US-Präsident Barack Obama hat beim Weltklimagipfel vor einem Versagen gewarnt. «Die Welt beobachtet uns, und unsere Handlungsfähigkeit steht in Zweifel», sagte Obama vor 192 vertretenen Delegationen in Kopenhagen.
«Der Klimawandel ist eine grosse und wachsende Gefahr für unsere Völker.» Er bedeute eine Gefahr für Sicherheit, Wirtschaft und den Planeten. Deshalb müssten den Worten nun Taten folgen. Die Frage sei, ob die Weltgemeinschaft es schaffe, gemeinsam zu handeln.
Präsident Obama: «Der Klimawandel ist eine grosse und wachsende Gefahr für unsere Völker.»(Bild: Reuters)
Als zweitgrösster Produzent gefährlicher Treibhausgase seien die USA bereit, ihrer Verantwortung gerecht zu werden, sagte Obama. Nach zweiwöchigen Verhandlungen müssten die Grundlage eines Abkommens klar sein.
«Wir brauchen entschiedene nationale Taten, um unsere Emissionen zu senken», sagte Obama. Alle grossen Schwellenländer hätten ehrgeizige Ziele vorgelegt. «Wir müssen einen Kontrollmechanismus haben, ob wir die Klimaziele erfüllen.» Jede Übereinkunft ohne mögliche Überprüfungen bestehe aus leeren Worthülsen. «Das ist sinnlos.»
Die Zeit läuft ab
«Die Zeit zum Reden ist vorbei, das ist es, was unterm Strich bleibt», sagte Obama. Die Teilnehmer hätten nun die Wahl, an einem historischen Vorhaben mitzuwirken oder in alten Grabenkämpfen zu verharren. Es sei die Frage, ob man jetzt auseinanderlaufe oder gemeinsam handle. Die USA seien bereit, dieses Abkommen heute zustande zu bringen. Es müsse aber Bewegung auf allen Seiten geben.
Allerdings bekräftigte er nur die amerikanischen Ankündigungen der vergangenen Tage, ohne darüber hinaus zu gehen. So stünden die USA zu der Zusage, den Treibhausgasausstoss von 2005 bis 2020 um 17 Prozent zu senken. Das entspricht einer Senkung von vier Prozent gegenüber 1990, während die Wissenschaft Einschnitte um 25 bis 40 Prozent für nötig hält. Obama bekräftigte zudem Finanzzusagen an die armen Länder, ohne konkrete Zahlen zu nennen.
China und USA versuchens bilateral
Das Gespräch zwischen den zwei weltgrössten Klima-Sündern USA und China in Kopenhagen ist nach amerikanischen Angaben positiv verlaufen.
Das einstündige Treffen von Präsident Barack Obama und dem chinesischen Ministerpräsidenten Wen Jiabao habe die Verhandlungen «einen Schritt weiter» gebracht, sagte ein Vertreter des US- Präsidialamts am Freitag.
Alle wichtigen Fragen seien angesprochen worden. «Sie haben jetzt ihre Unterhändler angewiesen, auf einer bilateralen Grundlage und mit anderen Staaten weiterzuarbeiten, um zu sehen, ob eine Übereinkunft erzielt werden kann.»
Die China und die USA sind die weltgrössten Produzenten von CO2. Eine Beteiligung beider Staaten an einen Klima-Abkommen gilt als zwingend notwendig für ein Gelingen des Gipfels.
(sda/dapd)




























