Artenschutz

29. Oktober 2010 07:37; Akt: 29.10.2010 10:05 Print

«Perverse Subventionen» angeprangert«Perverse Subventionen» angeprangert

Laut einem hohen UNO-Mitarbeiter machen viele Subventionen, die einer nachhaltigen Entwicklung dienen sollten, wenig Sinn. Insbesondere mit der Landwirtschaftspolitik geht er hart ins Gericht.

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Achim Steiner, Leiter der UNO-Umweltprogramms, kritisiert die Subventionspolitik im Bezug auf nachhaltige Entwicklung. (Bild: Keystone/Phil Sandlin)

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Der Leiter des UNO-Umweltprogramms (UNEP), Achim Steiner, verlangt eine rigorose Wende in der Wirtschaftspolitik für einen besseren Artenschutz. Der ranghöchste Deutsche bei den Vereinten Nationen prangert zum Teil «perverse Subventionen» an. Der «Neuen Osnabrücker Zeitung» sagte Steiner: «Es gibt viele Subventionen, die unter dem Prinzip Nachhaltigkeit wenig Sinn machen.» Dazu zählten Gelder für die Landwirtschaft in Höhe von weltweit rund 215 Milliarden Euro (rund 294 Milliarden Franken).

Auch beim Verbrauch fossiler Brennstoffe sei es ein falscher Anreiz, «dass pro Jahr weltweit bis zu 360 Milliarden Euro (rund 493 Milliarden Franken) an Subventionen für den Verbrauch von Diesel, Benzin und Brennstoffen fliessen». Steiner: «Leider betrachtet unsere Wirtschaftspolitik Natur immer noch als Füllhorn, das nie zu Ende geht. Das ist ein grosser Fehler.»

Als krasses Beispiel für eine «fehlgeleitete Wirtschaftspolitik» nannte Steiner die Fischerei: «Jährlich werden weltweit rund 20 Milliarden Euro in die Fischerei-Industrie gesteckt.» Das Geld – umgerechnet rund 27 Milliarden Franken – fliesse aber nicht in den Erhalt des Fischbestands. Stattdessen werde die Fischereiflotte subventioniert, «obwohl klar ist, dass der Bestand längst überfischt ist. Die klientelorientierte Wirtschaftspolitik bedeutet für uns alle eine viel höhere Rechnung», sagte Steiner.

(dapd)

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  • Vernunftsmensch am 29.10.2010 13:01 Report Diesen Beitrag melden

    Paradox und Pervers

    Merkwürdig, gibt dieser Artikel keinen Aufschrei mit hunderten Kommentaren, schliesslich landet jeder 3. Franken Steuersubstrat in der Schweiz bei den Bauern... Empfehlenswerte kurze Lektüre: "Was man sieht und was man nicht sieht".

  • T.G. am 29.10.2010 12:23 Report Diesen Beitrag melden

    Und

    wieder sinds die Linken die solche Subventionen wollen.

    • Linker am 29.10.2010 14:05 Report Diesen Beitrag melden

      Seltsam

      ...schon bemerkt, dass sich die SVP zwar dauernd für den freien MArkt einsetzt, der überall spielen soll... ausser (Bingo!) bei der Landwirtschaft. Da dürfen wir jährlich 4-5 Milliarden reinbuttern. DAnke SVP!

    einklappen einklappen
  • jowe am 29.10.2010 12:15 Report Diesen Beitrag melden

    Subventionen ???

    Und auch keine Subventionen für die Landwirtschaft...ausser diese werden wirklich für die Landwirschaft eingesetzt und nicht als Lohnerhöhung für die Bauern...