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25. April 2007 16:01; Akt: 25.04.2007 16:15 Print
CO2-Reduktion wichtiger als Energiesparen
Auch im günstigsten Fall kann der Energieverbrauch in der Schweiz bis 2050 laut einer Studie um höchstens 30 Prozent gesenkt werden. Entscheidend für den Klimawandel ist deshalb eine möglichst rasche Reduktion der CO2-Emissionen.
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Infografik: Klimakrise
Zu diesem Schluss kommt das Paul Scherer Instituts (PSI) in Villigen AG.
Infografik: Klimakrise.
Die 2000-Watt-Gesellschaft sei eine schöne Vision, technisch mit mehr Energieeffizienz, Sparmassnahmen und neuen Technologien wahrscheinlich möglich, aber dennoch unrealistisch, sagte Ralph Eichler, Direktor des PSI, am Mittwoch bei der Vorstellung der Studie. Die Menschen würden sich eben nicht immer ideal verhalten.
Sozial verträglich und realistisch sei dagegen eine 3500-Watt- Gesellschaft bis zum Jahr 2050, sagte Alexander Wokaun, Leiter des Forschungsbereichs Allgemeine Energie. In der Schweiz werden derzeit rund 5000 Watt pro Jahr und Kopf verbraucht.
CO2-Ausstoss reduzieren
Dass die 2000 Watt pro Kopf nicht erreicht würden, sei für das Klima nicht entscheidend. Entscheidend für den Klimawandel sei eine möglichst rasche Reduktion der CO2-Emissionen.
Um die Erwärmung der Erdatmosphäre in Grenzen zu halten, müsse die Belastung durch CO2 bis 2050 global um bis zu 50 Prozent abnehmen. Das entspreche einer Senkung von fast 15 Prozent pro Dekade zwischen 2010 und 2050. Das PSI geht davon aus, dass dies Kosten von rund 70 Mrd. Franken verursachen wird.
Umdenken gefordert
Das langfristige Ziel liege bei einer Tonne CO2 oder 500 Watt pro Kopf und Jahr aus fossilen Quellen. Das sei etwa sechs Mal weniger als heute und erfordere ein grosses Umdenken und den Einsatz aller nicht fossilen Energieträger, sagte Wokaun.
Reduziert werden müssten die CO2-Emmissionen sowohl beim Bau und Betrieb von Gebäuden, beim Verkehr, bei den Konsumgütern aus Industrie und in der Dienstleistungsbranche. Bei Neubauten seien bereits einige Anstrengungen unternommen worden. Beim Verkehr sei das Ziel schwieriger zu erreichen.
Mehr Strom nötig
Nach Wokaum müssen in der Industrie und bei den Konsumgütern konsequent die effizientesten Verfahren und Geräte eingesetzt werden. Weniger Gesamtenergieverbrauch und niedrigere CO2- Emmissionen bedeute aber eine Zunahme des Strombedarfs.
Für Wokaun ist deshalb klar, dass Kernenergie auch in Zukunft ein wichtiger Bestandteil der Stromproduktion in der Schweiz bleiben wird. Durch strengere Vorgaben bei der Energienutzung und den Einsatz von erneuerbaren Energien brauche es künftig aber nicht mehr Atomstrom als heute.
Noch viel Forschung nötig
Die Verbesserung der Energieeffizienz und der Einsatz neuer erneuerbarer Energien haben gemäss PSI ein hohes Potenzial. Die Anwendung stosse aber an wirtschaftliche, physikalische und technische Grenzen.
In der Forschung seien deshalb noch grosse Anstrengungen nötig. Das PSI konzentriere sich mit seinem Kompetenzzentrum für Energie und Mobilität (CCEM) auf «realitätsnahe und viel versprechende Projekte mit einem grossen gesellschaftlichen Nutzen».
Infografik: Klimakrise.
(sda)


























