Ihre Story, Ihre Informationen, Ihr Hinweis?
feedback@20minuten.ch 
UNO-Klimagipfel
22. September 2009 17:12; Akt: 22.09.2009 17:31 Print
«Es droht eine unumkehrbare Katastrophe»
In einem dramatischen Appell hat US-Präsident Barack Obama am UNO-Klimagipfel die Weltgemeinschaft zu einem gemeinsamen Kampf gegen die Erderwärmung aufgerufen. China kündigt derweil an, seinen CO2-Ausstoss unter die Werte von 2005 zu drücken.
-
Klimakrise: Rezession hilft dem Klima
-
UNO-Vollversammlung: Neue Gesichter und alte Probleme
-
Klimawandel: China leistet «neue Beiträge» für das Klima
-
Klimaschäden: Arme Länder brauchen Milliarden
-
DEZA: Ein Kampf gegen Armut und für die Umwelt
- Dossiers
-
Klimakrise
- Was meinen Sie?
-
Klimaerwärmung
-
Top CO2-Produzenten
-
Obamas Klimapolitik
-
Licht aus
-
Die Welt soll weiss werden
US-Präsident Obama hob am Gipfel in New York die Klimaschutz-Massnahmen seiner Regierung hervor, machte aber keine neuen Vorschläge für die Verhandlungen um ein internationales Abkommen. «Die Antwort unserer Generation auf diese Herausforderung wird von der Geschichte bewertet werden», mahnte Obama. «Wenn wir sie nicht erbringen, riskieren wir für die künftigen Generationen eine unumkehrbare Katastrophe.» Kein Land könne den Auswirkungen des Klimawandels entkommen. Alles Staaten müssten an einem Strang ziehen.
Einmalige Gelegenheit
Sollte die für Dezember in Kopenhagen geplante UNO-Konferenz zur Aushandlung eines neuen Klimaabkommens nicht zu einem Ergebnis kommen, wäre dies «moralisch unverzeihlich, wirtschaftlich kurzsichtig und politisch unklug», sagte seinerseits UNO- Generalsekretär Ban Ki Moon.
Auch er ermahnte die Gipfelteilnehmer, das Schicksal künftiger Generationen, die Hoffnungen und das Leben von Milliarden ruhten auf ihnen. «Die Geschichte dürfte uns keine bessere Chance mehr bieten», warnte Ban.
Führende Experten aus aller Welt hätten errechnet, dass es ohne energische Massnahmen in weniger als zehn Jahren kein Zurück mehr gebe, sagte Ban.
China setzt auf erneuerbare Energie
Chinas Staatspräsident Hu Jintao kündigte an der Konferenz verstärkte Anstrengungen seines Landes zum Klimaschutz an. Sein Land wolle den C02-Ausstoss bis zum Jahr 2020 «spürbar» unter die Werte des Jahres 2005 drücken.
Im selben Zeitraum solle der Anteil nicht-fossiler Brennstoffe am Primär-Energieverbrauch auf rund 15 Prozent erhöht werden. Zudem wolle sein Land Energiesparmassnahmen vorantreiben, die Aufforstung verbessern und eine grüne, umweltfreundliche Wirtschaft anschieben.
Hu Jintao betonte, die Bemühungen um einen weltweiten Klimaschutz sollten für Industrie- und Schwellenländer gleichermassen Gewinn Vorteile bringen. «Die Schwellenländer sollten nicht gedrängt werden, Verpflichtungen zu übernehmen, die ihren Entwicklungsstand, ihre Verantwortung und Fähigkeiten übersteigen.»
China hat vor kurzem die USA als Land mit dem grössten Ausstoss an Treibhausgabsen abgelöst. Entsprechend gross sind die Erwartungen an die chinesische Führung, die Klimaschutzmassnahmen zu verstärken.
Schweiz für Steuer
Der Klimagipfel in New York soll die Weichen für Kopenhagen stellen, wo im Dezember ein Nachfolgeabkommen für das auslaufende Kyoto-Protokoll gefunden werden soll. An dem Treffen in New York sind rund 100 Staats- und Regierungschefs. Für die Schweiz nimmt Umweltminister Moritz Leuenberger teil.
Dieser appellierte an die Solidarität aller. Nur so könne der Klimawandel gestoppt werden. «Das heisst, dass die grössten Umweltverschmutzer für den Schaden und Gegenmassnahmen aufzukommen haben», sagte Leuenberger in seiner Rede.
Der Klimawandel habe Auswirkungen auf jedes Land. Nicht nur die reichen Länder müssten sich dazu verpflichten, ihre Emissionen zu reduzieren, auch neue wirtschaftsstarke Länder müssten Bemühungen zum Umweltschutz zeigen.
Die Schweiz unterstütze deshalb eine Steuer auf Treibhausgas- Emissionen um die Anpassung an den Klimawandel in Entwicklungsländern zu finanzieren, sagte Leuenberger.
(sda)


























