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China
25. März 2010 12:05; Akt: 25.03.2010 12:15 Print
Brunnen bohren und Wolken melken
Wegen der schlimmsten Dürre seit Jahrzehnten lassen die Behörden in Südchina immer mehr zusätzliche Brunnen bohren. Ausserdem wollen Experten künstlichen Regen erzeugen.
Millionen von Menschen leiden in der Provinz Yunnan. seit Monaten unter der extremen Trockenheit, mehr als 1000 Schulen mussten schliessen. «Die Situation wird in den nächsten Monaten erst mal schlimmer werden, bevor es besser wird», sagte der Leiter der Bodenbehörde in Yunnan nach einem Krisentreffen. «Wenn wir mehr Brunnen bohren und Wasser hierher abzweigen, können wir die Situation etwas erträglicher machen.»
Ein Dorfbewohner trägt Wasser aus einem Brunnen in der Nähe der Zürcher Partnerstadt Kunming in der Provinz Yunnan (25. März 2010).(Bild: Reuters)
In Yunnan war es seit einem Jahrhundert nicht mehr so trocken, rund 5,4 Millionen Menschen leiden unter der Wasserknappheit. Nach Angaben des Behördensprechers sollen mehr als 200 neue Brunnen für etwas Abhilfe sorgen. Die Versuche, Wolken zu impfen und damit Regen zu erzielen, seien aber bislang nicht sonderlich erfolgreich gewesen.
Seit Ende vergangenen Jahres leidet Südwestchina unter einer ungewöhnlich starken Trockenheit. Die Dürre betrifft etwa 61 Millionen Menschen und mehr als fünf Millionen Hektar Land, das zu trocken für Ackerbau ist. Der Schaden durch Ernteausfälle beträgt laut einem Bericht der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua bereits 23,7 Milliarden Yuan (3,7 Milliarden Franken). Ausser Yunnan sind auch die Provinzen Guizhou, Sichuan, Chongqing und Guangxi betroffen.
(dapd)




























