Das Klima ändert sich

28. September 2011 17:08; Akt: 28.09.2011 17:21 Print

In der Schweiz wird es wärmer - so oder soIn der Schweiz wird es wärmer - so oder so

Auch wenn sofort Massnahmen gegen die Klimaerwärmung ergriffen werden, die Temperaturen in der Schweiz werden steigen. Die Folgen sind dramatisch: mehr Überschwemmungen und lange Trockenperioden.

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Am Schwund der Gletscher werden die Folgen des Klimawandels deutlich. Der Morteratschgletscher im Berninagebiet ging in den letzten hundert Jahren um fast zwei Kilometer zurück. (Bild: Keystone)

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Die Temperaturen in der Schweiz werden bis zum Jahr 2100 deutlich ansteigen - selbst wenn der weltweite Treibhausgas-Ausstoss bis 2050 halbiert werden sollte. Das zeigen neue Klimaszenarien, die von Forschern unter der Leitung der ETH Zürich und MeteoSchweiz erstellt wurden.

Für die Berechnungen gingen die Forscher von drei verschiedenen Emissionsszenarien aus, wie es in einer Mitteilung zu einem Klimasymposium heisst, das am Mittwoch an der ETH Zürich stattfand. Bei zwei Szenarien nimmt der Ausstoss von Treibhausgasen weiter zu, beim dritten würden die Emissionen bis 2050 gegenüber jenen der vergangenen 30 Jahre halbiert.

Die neuen Resultate stimmen weitgehend mit Prognosen überein, die vor vier Jahren publiziert wurden. Die Temperaturen werden wohl in allen Regionen der Schweiz und in allen Jahreszeiten ansteigen. Ohne eine Drosselung des Treibhausgas-Ausstosses dürfte die Erwärmung bis Ende des Jahrhunderts 2,7 bis 4,8 Grad betragen.

Trockene Sommer erwartet

Selbst das dritte Szenario, die Halbierung der Emissionen, verhindert nicht, dass sich die Schweiz um 1,2 bis 1,8 Grad erwärmt. Beim Niederschlag sind die Aussichten unsicherer. Im Frühling, Herbst und Winter kann in der alpinen Region Europas entweder mehr oder weniger Schnee und Regen fallen.

Im Sommer jedoch ist spätestens ab 2050 im ganzen Land mit grösserer Trockenheit zu rechnen. Ohne Treibhausgas-Einsparungen dürfte gegen Ende Jahrhundert etwa 18 bis 28 Prozent weniger Regen fallen. Bei einer Halbierung des Ausstosses wird die Sommertrockenheit laut den Berechnungen um 8 bis 10 Prozent zunehmen.

Dadurch nimmt auch das Risiko von Extremereignissen zu: Hitzewellen und Trockenperioden werden häufiger - und sie sind intensiver und halten länger an. Gleichzeitig wird der Winterniederschlag wegen der steigenden Temperaturen vermehrt als Regen fallen, wodurch das Überschwemmungsrisiko vor allem in niedrigen Lagen anschwillt.

Folgen auf Wirtschaft und Umwelt abschätzen

Die neuen Szenarien sind konsistent mit der Entwicklung der letzten Jahrzehnte. Das Forscherkonglomerat aus ETH Zürich, MeteoSchweiz, Empa, Agroscope, dem Nationalen Forschungsschwerpunkt Klima und dem Beratenden Organ für Fragen zur Klimaänderung (OcCC) verwendete dafür verfeinerte Simulationen und neue statistische Verfahren.

Die Wissenschaftler wollen die neuen Daten benutzen, um die Folgen des Klimawandels auf die Wirtschaft und die Umwelt der Schweiz besser abzuschätzen. Die Szenarien seien auch eine wichtige Entscheidungsgrundlage für den Bund, der momentan eine Strategie zur Anpassung an die Klimaerwärmung erstellt.

(sda)

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  • Christoph am 01.10.2011 19:06 Report Diesen Beitrag melden

    Hysteriker sind wieder da

    Juhui, endlich war es wieder einmal ein paar Tage schön und warm, jetzt kriechen die Klimahysteriker wieder unter ihren warmen Decken hervor, die sie während Wochen und Monaten brauchten durch den "Sommer" durch. Wenn ich unsere "Sommer" der letzten Jahre erlebt habe, hoffe ich, dass es endlich wärmer und trockener wird!!!

    • Michel am 11.12.2011 21:50 Report Diesen Beitrag melden

      Die Wahrheit

      Klar gibt es immer wieder wärmere und kältere Tage, aber es ist eindeutig, dass die letzten Jahre immer wärmer wurden. Die Folgen daraus sind bereits nun zu sehen, ob es nun Überschwemmungen oder Dürren sind, die Klimaextreme nehmen massiv zu und es ist wohl nicht besonders merkwürdig, denn auch der CO2 Ausstoss hat in einem unglaublichen Mass zugenommen. Also müssen wir alle etwas Unternehmen um unsere Welt zuschützen.

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  • Manu am 29.09.2011 19:30 Report Diesen Beitrag melden

    Da bin ich aber froh!

    Ich hoffe diese Analysen sind ein Versprechen! Ich freue mich auf eine wärmere und trockenere Schweiz. Ich bin ureingeborener Schweizer und ziehe südländisches Klima dem kalten Bergklima klar vor. Die Schweiz ist sowieso ein Agrarzwerg.

    • Michel am 12.12.2011 13:51 Report Diesen Beitrag melden

      Ein zweischneidiges Schwert

      Das warme Klima mag für gewisse Leute angenehmer sein, aber wenn dir das Klima in der Schweiz nicht passt kannst du ja auswandern. Denn die mag ein Agrarzwerg sein, aber sie ist definitiv eines der grössten Süsswasserreservoirs Europas. Die Erwärmung hat nicht nur Auswirkungen auf die Gletscher, nein sie wird wohl auch Auswirkungen auf die Flora und auch auf die Klimaextreme haben. Besonders die Klimaextreme haben in den letzten Jahren in einem beunruhigenden Mass zugenommen, dies lässt sich nicht anzweifeln. Deshalb bin ich der Meinung man sollte mit solchen Äusserungen.

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  • Urs am 29.09.2011 18:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Glaube dieser Studie nicht

    Ich denke es wird wieder kälter werden.