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WEF 2010
29. Januar 2010 16:40; Akt: 13.01.2011 17:44 Print
Kohle gegen Erderwärmung
Der Kampf gegen die Erderwärmung und der Umweltschutz haben am Freitag die Diskussionen auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos beherrscht. Der mexikanische Präsident Felipe Calderón ist der Meinung, Klimaschutz hänge nur vom Geld ab.

Der mexikanische Präsident Felipe Calderón ist Gastgeber der nächsten UN-Klimakonferenz. (Bild: Keystone)
Der mexikanische Präsident Felipe Calderón, Gastgeber der nächsten UN-Klimakonferenz Ende des Jahres, appellierte an Politik und Wirtschaft, den Streit über die Finanzierung weltweiter Massnahmen zum Klimaschutz beizulegen. Die Einigung auf ein Klimaschutzabkommen hänge vom Geld ab, erklärte Calderón.
Der mexikanische Präsident warnte davor, die Fehler der gescheiterten Kopenhagener Klimakonferenz zu wiederholen. Wenn man sich über die Verteilung der ökonomischen Kosten einig werde, «sind wird auf dem richtigen Weg», sagte Calderón.
UN-Klimachef Yvo de Boer sagte der Nachrichtenagentur AP, es sei deprimierend, dass die Klimagespräche in Kopenhagen vom Dezember zu keiner bindenden Vereinbarung geführt hätten. Doch sei es machbar, alle Staaten bis Ende 2010 für eine Vereinbarung bei der Konferenz in Mexiko ins Boot zu holen.
«Wir müssen dies zum Jahrzehnt der Impfstoffe machen»
Microsoft-Gründer Bill Gates kündigte ebenfalls am Freitag in Davos die Bereitstellung neuer Mittel für Impfkampagnen in armen Ländern an. Er und seine Frau Belinda wollen über ihre gemeinsame Stiftung in den nächsten zehn Jahren zehn Milliarden Dollar für die Erforschung und Verteilung neuer Impfstoffe in den ärmsten Ländern der Welt spenden.
«Wir müssen dies zum Jahrzehnt der Impfstoffe machen», sagte Gates am Rande des Weltwirtschaftsforums. Innovationen würden es möglich machen, mehr Kinder als je zuvor zu retten, fügte er hinzu. Die Generaldirektorin der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Margaret Chan, lobte die Initiative und rief die Regierungen in der Welt und private Geldgeber auf, sich Gates anzuschliessen.
Der brasilianische Präsident Luiz Inacio Lula da Silva wurde am Freitag vom Weltwirtschaftsforum für sein globales staatsmännisches Wirken ausgezeichnet. Der Präsident konnte die Auszeichnung nicht selbst entgegennehmen; er musste seine geplante Reise nach Davos wegen eines Bluthochdruck-Anfalls am Donnerstag absagen. Für ihn nahm Aussenminister Celos Amorim die Ehrung entgegen.
Das Weltwirtschaftsforum war am Mittwoch eröffnet worden. Im 40. Jahr ihres Bestehens steht die Konferenz unter dem Motto: «Den Zustand der Welt verbessern: überdenken, umgestalten, erneuern».
(dapd)


























