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Autofreier Sonntag
28. Februar 2010 20:54; Akt: 28.02.2010 21:37 Print
Leere Strassen in Norditalien
Das Auto gehört fast so zu den Italienern wie Pasta. Doch in 170 Gemeinden in Norditalien haben Millionen von Italienern auf ihr Privatauto verzichten müssen. Die Luftverschmutzung war zuvor ins Unerträgliche gestiegen.

Italiens Grossstädte kämpfen mit der Luftverschmutzung. Der Mailänder Dom mit einem Smog-Schleier (2002). (Bild: Keystone)
In Mailand, Turin und Florenz durften am autofreien Sonntag von 10 bis 18 Uhr keine Autos fahren. Der Initiative schlossen sich mehrere Gemeinden in sieben Regionen Norditaliens an. Rom nahm an der Initiative zwar nicht teil, der Umweltschutzverband Legambiente rief die Bürger jedoch auf, freiwillig auf das Privatauto zu verzichten.
219 Strafen wurden in Mailand gegen Autofahrer verhängt, die sich nicht an das Fahrverbot hielten. Der Bürgermeister von Pisa, Marco Filippeschi, stellte unter dem Schiefen Turm, dem Wahrzeichen der toskanischen Stadt, ein Spruchband mit einem Appell zum Verzicht auf Privatautos auf.
Gefährliche Feinstaubwerte
Die Bürgermeister der 170 Gemeinden forderten die Regierung von Ministerpräsident Silvio Berlusconi auf, die Gebühren auf Autobahnen und Stadtumfahrungen rund um die norditalienischen Metropolen zu erhöhen. Damit wollen sie den öffentlichen Verkehr fördern und Massnahmen gegen die Luftverschmutzung finanzieren.
Die Feinstaubkonzentration in Mailand und Turin hatte mehrere Tage in Folge das EU-Limit von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter überschritten. In diesen Fällen besteht nicht nur für Menschen mit Herz-Kreislauf-Krankheiten und Atemleiden erhöhte Gefahr.
(sda)




























