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«Grobschlächtig gewikingert»
20. Dezember 2009 09:32; Akt: 20.12.2009 10:03 Print
Leuenberger heizt Dänen ein
In ungewöhnlich undiplomatischen Worten hat Umweltminister Moritz Leuenberger die Art, wie Dänemark die Verhandlungen am UNO-Klimagipfel organisiert hat, kritisiert.

Mussten einiges an Kritik einstecken. Der dänische Ministerpräsident Lars Lokke Rasmussen (links) und die Umwelt und Energieministerin Connie Hedegaard. (Bild: Keystone)
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In einem Interview mit dem «SonntagsBlick» sagte er, die dänische Präsidentschaft habe «etwas grobschlächtig gewikingert». «Wie das durchgezogen wurde, wie viele Delegierte bis zum Schluss über den Verfahrensstand im Ungewissen gelassen wurden, wie dann zum Ende des Gipfels noch einige - zugegeben wichtige - Staatschefs kamen und selbst verhandelten, das hatte keinen demokratischen Stil», sagte der Bundesrat. «Das wäre auch anders gegangen.»
Am Klimagipfel in Kopenhagen wurden zwei dänische Konferenzleiter verheizt. Premierminister Lars Lokke Rasmussen trat am letzten Tag zurück, nachdem Entwicklungsländer mangelnde Demokratie vorgeworfen hatten. Er hatte den Vorsitz von seiner Kollegin übernommen...
... die dänische Umwelt und Energieministerin Connie Hedegaard war zuvor zurückgetreten. Hier bei einem Interview mit dem Sender CNN nach ihrem Rücktritt als Vorsitzende der Konferenz am 16. Dezember 2009.(Bild: Keystone)
Leuenberger gab aber zu bedenken, dass das Ziel der Konferenz allzu vermessen gewesen sei. Man könne nicht die Probleme der Armut, der Migration und des Krieges zusammen aufgreifen und in einem Konsenspapier abschliessend regeln wollen. Wahrscheinlich müsse man für die Zukunft innerhalb der Vereinten Nationen neue Formen entwickeln.
Für die Schweiz bleibt alles beim Alten
Für die Schweizer Klimapolitik ändert sich nach Kopenhagen nichts: Wie versprochen werde die Schweiz ihre Versprechen einhalten. Eigentlich müsse das Land aber mehr tun. Leuenberger sprach von 40 Prozent CO2-Reduktion. Nach Kopenhagen könne er aber nicht in die Schweiz zurückkommen und dies fordern. «Das geht nicht mehr.»
Umweltminister Moritz Leuenberger hatte dem Resultat des Klimagipfels positive Seiten abgewinnen können: «Es ist ein Erfolg, dass sich jene Länder, die für 90 Prozent des CO2-Ausstosses verantwortlich sind, zu Reduktionen verpflichtet haben - wenn auch nur einseitig und nicht rechtlich bindend», sagte er in einem Interview mit dem «Sonntag».
(sda)


























